Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Bildung

14. Mai 1939

[390514–2‑1] O., am 14. Mai 1939. Mein lie­ber [Roland]! Pünkt­lich, wie immer, erreich­te mich heu­te mor­gen [sic] Dein lie­ber Bote, und ich dan­ke Dir auch recht schön dafür. So vie­le Neu­ig­kei­ten kann ich ja auf ein­mal fast gar nicht ver­dau­en! Ich wün­sche mir so sehr, daß Dei­nem Besuch nichts Unvor­her­ge­se­he­nes ent­ge­gen­tritt — ich muß Dich […]

10. November 1938

[381110–1‑1] L. am 10. Nov. 1938. Lie­be [Hil­de]! Sie dür­fen Ihren Bei­trag zu uns[e]rer Freund­schaft nicht gering ach­ten. Lie­be und Güte sind Tugen­den des Her­zens. Sie sind heu­te so sel­ten. Über­all regiert der kal­te Ver­stand, der Vater des Zwei­fels. Auch ich bin der Lie­be ent­wöhnt. Hart war ich oft gegen mich selbst. Hart macht unser […]

27. Oktober 1938

[381027–1‑1] L. am 27. Okt. 1938 27.10. Lie­be [Hil­de]! In der Namen­fra­ge beu­ge ich mich gern Ihrer Ent­schei­dung. Ich hat­te Sie Ihnen ja zwi­schen den Zei­len zuge­scho­ben. Ich höre mei­nen Namen sel­ten rufen. Zu Hau­se sagt man meist „Gro­ßer, Groß­el.” Es wun­dert und freut mich doch, daß Sie an dem soli­den, alt­vä­te­ri­schen Namen Gefal­len fin­den. Es […]

11. September 1938

[380911–1‑1] 14.9.38 11.9.1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Die­sen Brief habe ich schon am ver­flos­se­nen Sonn­tag begon­nen, rich­ti­ger, die­sen Brief begin­ne ich schon heu­te Sonn­tag. Ges­tern wuß­te ich nichts mehr zu schrei­ben, heu­te fällt mir noch aller­hand ein. Ich hat­te Frei­tag und Sonn­abend einen klei­nen Ver­druß in der Schu­le und war mit mei­nen Gedan­ken nicht ganz bei­sam­men. […]

06. August 1938

[380806–1‑1] 4.8. B. am 6. Aug. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Es ist mir erst zu Hau­se recht deut­lich gewor­den, wie­viel Lau­fe­rei und Aus­la­gen ich Ihnen zuge­mu­tet habe, als ich Ihnen auf­trug, die Fil­me zu besor­gen. Sie haben mich aber recht ver­stan­den: Sie soll­ten die Bil­der zuerst sehen und über die Auf­nah­men ver­fü­gen. Mit Span­nung und Ent­de­cker­freu­de […]

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