Bildung

25. Dezember 1942

[421225–1‑2]
Im Dezem­ber 1942 

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Weib! 

Der Weih­nachts­mann will auf die Rei­se gehen – und er drängt mich nun, daß ich ihm auch einen Boten mit­ge­be, damit er sich auch recht fin­de, damit er hin­fin­de zu Dei­nem Her­zen und dort bestelle, […]

16. November 1941

 [411116–1‑1] Sonn­tag, den 16. Novem­ber 1941 Herz­lieb! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Das ist der Sonn­tags­bo­te, wird aber am Mon­tag­mit­tag erst geschrie­ben. Als wir bei­den [sic] ges­tern abend schreib­be­flis­sen nach Hau­se kamen, streik­te das Licht wie­der ein­mal — und kam den gan­zen Abend nicht wie­der. So, daß wir im Dun­keln uns[e]re Brat­kar­tof­feln berei­ten mußten. 

21. Oktober 1941

[411022–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 22. Okto­ber 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein! Dein lie­ber Bote ist noch immer aus­ge­blie­ben. Wir wis­sen hier auch, was schuld ist an der Ver­zö­ge­rung. Leicht, daß auch die Post nach der Hei­mat dar­um Ver­spä­tung erlei­det. Mach[‘] Dir also kei­ne Sorgen.

10. Juni 1941

[410610–2‑1] Diens­tag, am 10. Juni 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Gelieb­ter!! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Um 2 Uhr ist es. Und wie schon ges­tern und vor­ges­tern schluckt es mich wie­der und wie­der! Du!! Wer mel­det sich denn bei mir? Ist’s der Hubo? Der um die­se Zeit Mit­tags­schläf­chen hält? Ich wünsch­te, er wäre es, der mein denkt! Ich mag […]

22. Februar 1940

[400222–1‑1] S. am 21. Febru­ar 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Viel­leicht habe ich Dich in Ver­le­gen­heit gebracht vor dei­nen Eltern, ich woll­te doch nicht schrei­ben. Aber ich muß­te mein Herz erleich­tern, und nun ich die Zei­len in dei­nen Hän­den weiß, ist mir auch wirk­lich leich­ter. Man soll kein ängst­li­cher Rech­ner und Geiz­hals sein im Leben. […]

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