14. Juli 1942

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Dien­stag, am 14. Juli 1942.

[Roland]! Lieb­ster [Roland] mein!!! Herza­ller­lieb­ster!

Du bist zu mir gekom­men! Bist doch wahrhaftig selb­st zu mir gekom­men!

Mein [Roland]!

Du!!!!! Du!!!!! Du !!!!! !!!!! !!! Oh Schätzelein!

Wie habe ich sehn­süchtig aus dem Fen­ster geschaut heute früh, bin schon vor sieben Uhr auf den Markt gegan­gen, damit ich daheim sei, wenn der Post­bote käme. Weit­er­lesen!

21. Mai 1942

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[Saloni­ki] Mittwoch, den 20. Mai 1942

Herzelein! Geliebte! Mein liebes, teures Weib!

Heute ist es doch schon spät, da ich zu Dir komme. Die Kam­er­aden K. und H. sind im Vari­eté. Mit den Kam­er­aden He. und Schr. habe ich noch lange am Tis­che gesessen und mich mit ihnen unter­hal­ten über die Stel­lung des Chris­ten­tums zum neuen Staat. Wir kom­men in unseren Ansicht­en und Mei­n­un­gen ganz übere­in und sind auch alle der Hoff­nung, daß es nach diesem Kriege auch zu ein­er Befriedung im Inner[e]n kom­men wird. Du kannst Dir denken, daß ich mich gern ein­mal so unter­halte – mit K. und H. kon­nte ich das nicht, sie haben zu diesen Fra­gen keine Stel­lung, sie ken­nen diese Fra­gen gar nicht. “21. Mai 1942” weit­er­lesen

13. Februar 1942

Pieter Bruegel the Elder - The Tower of Babel (Vienna) - Google Art Project - edited.jpg
Der Turm­bau zu Babel, 1563, von Pieter Bruegel der Ältere, ursprünglich aus dem Google Art Project., Geme­in­frei, Link

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Wien, den 13. Feb­ru­ar 1942

Herza­ller­lieb­ste! Meine liebe, lieb­ste [Hilde]!

Auf dem toten Gleis, so kommt man sich hier vor, abgestellt. Ach, wie manch­er, der jet­zt so bös mit dran muß, wün­schte es sich vielle­icht so. Es ist eben kein Men­sch zufrieden mit dem, was er ger­ade hat. Und wir soll­ten es doch sein, ganz zufrieden und dankbar. Oh ja, ganz zufrieden und dankbar. Weit­er­lesen!

30. Oktober 1941

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Don­ner­stag, am 30. Okto­ber 1941.

Herzenss­chätzelein! Mein geliebter, guter [Roland]!

Ich will Dein denken heute, trotz­dem ich voll Drasch bin, Vor­bere­itungs­drasch auf meinen lieben Besuch hin! Meines Her­zlieb’ Mut­ter kommt!! Du!! Wenn ich an die ersten Monate uns[e]rer Fre­und­schaft zurück­denke, Lieb­ster – dann ver­meine ich sie noch zu fühlen, die Angst – war es Angst?, ich kann’s nicht anders nen­nen, die ich vor der ersten Begeg­nung mit Dein­er Mut­ter hat­te. Weit­er­lesen!

28. Oktober 1941

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Dien­stag, am 28. Okto­ber 1941.

Herzenss­chätzelein! Mein lieber, lieber [Roland]! Geliebter!!!

Nach­mit­tag ist [es], ich bin mit mein­er Hausar­beit fer­tig und set­ze mich erst ein Stünd­chen zu Dir, ehe ich meine übri­gen Pflicht­en erledi­ge; als da sind: noch 3 Briefe schreiben, an Hell­muth. Du! Ich hat­te in der Zeit nochmal bei Mut­ter in K. ange­fragt nach dem genauen Geburt­stag, ich war näm­lich gle­ich stutzig gewor­den, nach­dem ich es in Deinem Boten nieder­schrieb!, Hell­muths’ [sic] Geburt­stag ist doch am 11.XI. Heute komme ich nicht drum herum, ihm zu schreiben. Mor­gen habe ich Kinder­schar, Don­ner­stag will ich Kuchen back­en und Fre­itag reinemachen, Bet­ten überziehen; denn am Sonnabend rechne ich mit dem Besuch Dein­er lieben Eltern! Weit­er­lesen!