Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Bevölkerung

12. September 1942

[420912–1‑1] Sonn­tag, den 12. Sept. 1942. Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Du!!! End­lich, end­lich kom­me ich zu Dir, Du! Gelieb­te! Ist doch das Man­ner­li heu­te aus­ge­zo­gen nach dem hohen Berg. Wir hat­ten es ja schon eine Wei­le vor. Am vori­gen Sonn­tag zer­schlug es sich. Ich war nun auch gar nicht mehr die trei­ben­de Kaft. Son­dern […]

04. Mai 1942

[420504–2‑1] 81. Mon­tag, am 4. Mai 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­ter [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Es ist nach­mit­tags ¾ 2 Uhr. Ich bin wie­der fer­tig mit mei­ner täg­li­chen Haus­ar­beit und kom­me nun zuerst zu Dir, ehe ich ans nächs­te Geschäft gehe: Wäsche­le­gen. Erst muß ich mal ein wenig ver­schnau­fen; es ging doch nun seit Sonn­abend in Trab mit […]

13. März 1942

[420313–1‑1] Frei­tag, den 13.März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Du! Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­blü­me­lein! Ganz stil­le ist’s im Hau­se. Nur ein Rau­schen vom Meer her­auf und ein Häm­mern von der Werft. Und der lie­be Son­nen­schein mit 36° auf mei­nem Rücken. Der ist ja ganz lei­se, gelt? So lei­se wie der Mond­schein, daß er sogar Lie­ben­de beschlei­chen und […]

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