09. Dezember 1941

[411209–1‑1]

[Salo­ni­ki] Diens­tag, den 9. Dez[ember]. 1941

Gelieb­tes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne [Hil­de]!

Gereg­net hat es heu­te am Nach­mit­tag. Gegen 6 Uhr erhob sich ein böi­ger Wind. Wir aber sit­zen in der war­men Stu­be, fried­lich, gemüt­lich. Alle drei lie­ben wir es warm. Und ich fühl­te mich ganz wohl – wenn die Kame­ra­den nicht wie­der mit ihrer blöd­sin­ni­gen, lei­di­gen Rau­che­rei anfin­gen. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

6. Mai 1940

Europa, Mai 1940
Euro­pa im West­feld­zug, 10. Mai 1940

[400506–2‑1]

O., am 6. Mai 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Den ers­ten Brief schrei­be ich Dir nun von dem schö­nen Blu­men­brief­pa­pier, das Du mir schenk­test. Eigent­lich müβ­te es ein beson­ders lie­ber Brief wer­den, Du?! Wieβt, seit wir uns so lieb haben, daβ es vie­ler Wor­te gar­nicht [sic] bedarf, um allem Glück­lich­sein, aller Lie­be und Dank­bar­keit Aus­druck zu geben, seit­dem betrach­te ich alles Geschrie­be­ne für Dich so kri­tisch, so mit ande­ren Augen, ob sich auch wahr­haf­tig die Stim­mung wider­spie­gelt, die mich im Innern bewegt. Es ist oft schwer. Es schei­nen die Zei­chen so matt und glanz­los, dem wirk­li­chen Erle­ben und Emp­fin­den gegen­über. Du kennst mich, Liebs­ter! Du liebst mich, Du ver­stehst mich. Das kann mich trös­ten dar­über. Und — müβ­ten wir nicht ban­gen vor der Zukunft, wenn alles, was wir ein­an­der aus­drü­cken möch­ten erst zu Papier gebracht wer­den muβ? Damit es recht ver­ständ­lich und glaub­haft wird? Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error