Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Besuch

26. Juni 1942

[420626–2‑1] Frei­tag, am 26. Juni 1942. Her­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Gelieb­tes Her­ze­lein! Du! Nun ist Abend gewor­den und ich kann mich zu Dir set­zen, zwar ist das Abend­brot noch nicht vor­bei, doch die Zeit bis dahin will ich mit Dir ver­plau­dern. Du!! Die Son­ne hat­te sich ein wenig ver­kro­chen und die Luft [w]ar recht […]

22. Februar 1942

[420222–2‑1] 16. Sonn­tag­abend, 20 15 Uhr. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Um die­sel­be Zeit – heu­te vor 14 Tagen, Du! Da ging ich mit Dir die letz­ten Minu­ten Arm in Arm auf dem Bahn­steig auf und ab. Her­ze­lein! Denkst Du noch dar­an? Oh Du!!! Ich habe so bit­ter­lich geweint als ich heim­fuhr. Ach Du! Ich muß­te […]

16. September 1942

[420916–2‑1] Don­ners­tag, am 16. Sep­tem­ber 1942. Gelieb­ter! Mein Herz­lieb! Du! Mein [Roland]! Ach Du! Du!!! Sag? Ist es denn mög­lich? Ists’ denn wahr? Her­ze­lein!!! Was Du mir heu­te schreibst?! Oh Du! Her­ze­lein! Her­ze­lein! Dein lie­ber Bote ist gekom­men, der mir das süße Geheim­nis anver­traut! Ach Du! Wie glück­lich bin ich! Ach Du! Du! Als ich […]

09. Dezember 1941

[411209–2‑1] Diens­tag, am 9. Dezem­ber 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Liebs­ter [Roland]! Mein Schät­ze­lein! Heu­te habe ich nun wie­der ein Pro­gramm, das mir eigent­lich wenig zusagt. Weil es mir die schö­nen Nach­mit­tag­stun­den nimmt, an denen ich sonst so ger­ne Dein den­ke. Aber ich kann nicht umhin, ich habe schon vori­ge Woche abge­sagt bei Frau G. […]

25. November 1941

[411125–2‑1] O., Diens­tag am 25. XI. 1941. Herz­al­ler­liebs­te! Du!! Mein Her­zen­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Heu­te habe ich aber einen Drasch, Du! Der Tag war zur Pfef­fer­ku­chen­bä­cke­rei bestimmt. Es fing schon gut an! Mutsch, die um 5 [Uhr] früh mit auf­steht, um Papa fer­tig zu machen für den Dienst, geht dann noch­mal ins Bett; denn es hat kei­nen […]

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