27. Oktober 1941

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[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 27. Okt. 1941

Her­ze­lein, Du! Gelieb­tes Herz! Mei­ne Hil­de!

Du mußt aber lieb, so lieb mein den­ken – soviel Son­nen­schein ist in mei­nem Her­zen, soviel Freu­de! Du! Du!!! Ich lie­be Dich so sehr! Ges­tern abend [sic]. Ich war fer­tig mit Dei­nem Boten. Der Regen drau­ßen wur­de hef­ti­ger und es blit­ze und don­ner­te. Ich hat­te es mir eben ein wenig bequem gemacht, um Dei­ne Bil­der anzu­schau­en und in Dei­nen Boten zu lesen – da kamen drei Mann in uns[e]re Stu­be, Kame­rad K., geführt von zwei Kame­ra­den. Wei­ter­le­sen!

30. März 1941

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Sonn­tag, am 30. März 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter Du!! Mein gelieb­tes Herz! Mein [Roland]!!

Vater hält Mit­tags­ru­he, ich soll Dich recht herz­lich und viel­mals grü­ßen von ihm; er sag­te es, ehe er sich nie­der­leg­te. Ges­tern abend, als ich Dir schrieb, war Vater wie­der in N., Du weißt! Und brach­te dies­mal eine trau­ri­ge Nach­richt mit: sämt­li­che But­ter­fäs­ser der Bau­ern hier wur­den beschlag­nahmt. Nun ist es also aus. Das war ein klei­ner Schock für uns. Na, es muß auch so wei­ter­ge­hen. Wei­ter­le­sen!