20. Oktober 1941

[411020–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 20.Oktober 1941

Mein lie­bes teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te mein!

Nun war es ges­tern doch 8 Uhr am Abend gewor­den – und ich so müde. Du bist mir nicht bös[‘] wenn ich nun heu­te Mon­tag mich beei­le, Dir zu berich­ten. Er geht schon am Nach­mit­tag mit weg und erreicht Dich also mit einer kaum merk­li­chen Ver­spä­tung. Wei­ter­le­sen!

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13. Oktober 1941

[411013–1‑1]

Mon­tag, den 13. Okt. 1941

Herz­lieb! Du, mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Hol­de mein!

Hu kalt ist’s heu­te bei uns. Über Nacht ist es anders gewor­den. Regen und Sturm haben sich auf­ge­macht. Ich ging spät zu Bett ges­tern. Der Sturm heul­te um und durch unser Haus. Etli­che Fens­ter­schei­ben sind noch lose bei uns. Und dort fuhr er hin­ein und trieb sein Unwe­sen die gan­ze Nacht mit Türen- und Fens­ter­schla­gen. Ich habe schlecht geschla­fen des­halb. Wei­ter­le­sen!

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12. October 1941

[411012–1‑1]

[Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 12. Okto­ber, 1941

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes teu­res Weib!

Es tat mir ja so leid, daß ich ges­tern so schnell mich los­rei­ßen muß­te und den Brief so halb fer­tig in den Kas­ten ste­cken – aber er wür­de Dich sonst nicht pünkt­lich errei­chen – und ich hat­te es Kame­rad K. nun ein­mal ver­spro­chen. Er hat mich in eine Bar mit­ge­nom­men. Vom Kino kamen wir ab, weil wir dann nicht hät­ten zusam­men­ge­hen kön­nen, er hat den „Post­meis­ter“ schon gese­hen. Wei­ter­le­sen!

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07. Oktober 1941

[411007–1‑1]

[Salo­ni­ki], Diens­tag, den 7. Okt[ober]. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne [Hil­de], Du!

Herbst­lich wird es auch nun hier. Frisch ging die Luft heu­te mor­gen. In der Nacht hat es einen leich­ten Schau­er getan. Son­nen­stand und Luft­wär­me, die bei­de wer­den gleich die ein­zi­gen sein, die hier das Nahen des Win­ters kün­den. Wei­ter­le­sen!

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02. Oktober 1941

[411002–1‑2]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 2. Okt. 1941

Mein lie­bes teu­res Herz! Gelieb­tes Weib!

Nun ist wie­der Abend, Fei­er­abend auch. Ein schö­ner Tag mit wol­ken­lo­sem Him­mel geht zu Ende. Aber vom H [sic] Mee­re her ging eine küh­le Luft und nach Son­nen­un­ter­gang wird es sehr kühl. Den gan­zen Nach­mit­tag haben wir der Son­ne uns[e]re Bal­kon­tür geöff­net, aber nun habe ich sie schleu­nigst geschlos­sen. So haben wir uns für den Abend schö­ne Wär­me ein­ge­fan­gen. Scharf und dun­kel trat das Gebir­ge her­vor heu­te abend mit dem Olymp. Er trägt schon eine Schnee­hau­be. Wir fürch­ten den Win­ter nicht. Alle Schei­ben sind ein­ge­zo­gen. Ein nied­li­ches Öfchen mit lan­gem Rohr harrt der Benut­zung. In der Schreib­stu­be neben­an steht ein grö­ße­rer, leis­tungs­fä­hi­ger, von des­sen Wär­me auch wir ein wenig pro­fi­tie­ren wer­den. Wei­ter­le­sen!

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