Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Beruf

09. August 1938

[380809–2‑1] 7.8.1938. O., am 9. August 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Beglei­tet mit Ihren bes­ten Wün­schen für den Anfang, betrat ich am Mon­tag wie­der mein Arbeits­feld. Ich muß sagen[,] er ist mir leicht gefal­len, der Start für ein gan­zes, lan­ges Jahr. Ers­tens übt die neue Umge­bung ein ange­neh­mes Gefühl auf mich aus. Wir Mädels sind jetzt für […]

30. Juni 1938

[380630–1‑1] 28.6.38 L. am 30. Juni 1938. Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Zunächst bestä­ti­ge ich dan­kend den Emp­fang des Schrei­bens Ihrer Eltern. Ich wuß­te, es daß es für Sie einen schwe­ren Schritt bedeu­te­te, und es tut mir leid, daß Sie in Ängs­ten waren; aber es muß­te sein.— Ich schrei­be Ihnen heu­te, wie ich zur Eben­bür­tig­keit den­ke. Plea­se […]

5. Juni 1938

[380605–2‑1] 3.6.38 O., am 5. Juni 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Son­nen­hell und klar brach heu­te der Pfingst­mor­gen an, ein Wet­ter, wie es wohl schö­ner nicht zu wün­schen ist. Ich freue mich ja so für Sie; denn nun kann ja Ihre kur­ze Urlaubs­zeit erst die rech­te Erho­lung sein. In der Kir­che hat mir[‘]s heu­te wun­der­schön gefal­len […]

29. Mai 1938

[380529–1‑1] 31.5.38 L. am 29.5.38 2.6.38 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Sie haben den Anstoß dazu gege­ben, daß ich mich mehr als sonst mit mir selbst beschäf­ti­ge. Auf mei­nen Spa­zier­gän­gen und Wan­de­run­gen sind Sie mein unsicht­ba­rer Beglei­ter und Zuhö­rer, der mich nötigt, Rechen­schaft abzu­le­gen, mich mit­zu­tei­len und ver­ständ­lich zu machen, sind Sie die geheim­nis­vol­le Per­son, die mich […]

24. Mai 1938

[380524–1‑1] L. am 24. Mai 1938. Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Im vori­gen Brief schrieb ich — muß­te ich schrei­ben — an meh­re­ren Stel­len das Wort Gott, und ich war nicht ohne Besorg­nis, Sie möch­ten das nicht ver­ste­hen. Umso­mehr [sic] macht es mich getrost und zuver­sicht­lich zu wis­sen, daß Sie einen Zugang zu Gott haben. Plea­se fol­low […]

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