29. November 1941

[411129–2‑1]

Sonn­abend, am 29. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Her­ze­lein Du!!

Wo soll ich denn gleich mal begin­nen heu­te. Du! So viel habe ich Dir zu sagen, und ich fin­de doch gar­nicht gleich den Anfang. Du! Der Tag war ja heu­te so vol­ler Schen­ken! So vol­ler Freu­de! Über­all und für alle. Also, nun schön der Rei­he nach. Es ist wie­der Abend gewor­den, da ich dazu­kom­me, mich zu Dir zu set­zen. Wir sit­zen alle drei im war­men Stüb­chen, Abend­brot ist eben vor­bei. Vater liest die Zei­tung, Mut­ter blät­tert in einem Buche und ich? Ach Du!! Fei­er­abend hal­te auch ich! Und Du weißt doch, wie ich ihmn am liebs­ten ver­brin­ge. Wei­ter­le­sen!

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16. Oktober 1941

T&Savatar[411016–1‑1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 16.Oktober 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Du!!!

Sooo viel, viel Freu­de ist heu­te ein­ge­zo­gen bei mir mit Dei­nen lie­ben Boten vom Don­ners­tag u.[nd] Frei­tag, Du! Gelieb­te! Freu­de in mei­nen frei­en Nach­mit­tag! Alle Wär­me und Freu­de kommt mir von Dir, gelieb­tes Wesen, sie über­strahlt auch den grau­es­ten Regen­tag, so wie wir ihn heu­te hier haben. Herz­lieb! Ich muß an das Gespräch den­ken, das ich sei­ner­zeit mit Pas­tor B. führ­te und von dem ich Dir damals schrieb. Ich hat­te damals mei­nen guten Glau­ben an den Bund der Ehe zu ver­tei­di­gen. Du! Du!! Wir wis­sen bei­de, wo die Klip­pen lie­gen und die Untie­fen, an denen das Schiff­lein uns[e]res Bun­des schei­tern konn­te. Wir dür­fen wohl sagen, daß wir mit Got­tes Hil­fe sie glück­lich umfah­ren haben. Wei­ter­le­sen!

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11. Oktober 1941

T&Savatar[411011–1‑1]

Sonn­abend, den 11. Okto­ber 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Du mei­ne lie­be [Hil­de]!

In der Schreib­stu­be sit­ze ich jetzt. Es ist am Nach­mit­tag kurz nach 4 Uhr. Ein Pracht­tag ist es drau­ßen. Bis in die Zim­mer dringt die Wär­me und den Rock, den ich jetzt über die Blu­se immer zie­he, muß­te ich able­gen. Der Spieß hält frei­en Nach­mit­tag. Zum ers­ten Male, seit ich hier bin, haben wir die Arbeit ein­ge­holt. Und so haben wir in der Schreib­stu­be auch frei tan­zen. Die jun­gen [sic] haben sich schon ver­tru­belt [sic]. Ich sit­ze schon eine gan­ze Wei­le allein. Das ryth­mi­sche [sic] Rau­schen des Mee­res ist wie ein Schlum­mer­lied. Ganz schwer wur­den mir die Augen­de­ckel, und so habe ich sie auch ruhig ein Vier­tel­stünd­chen fal­len las­sen. Aber nun will ich Dein den­ken, gleich ein bis­sel auf Vor­rat. Wei­ter­le­sen!

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07. Oktober 1941

[411007–1‑1]

[Salo­ni­ki], Diens­tag, den 7. Okt[ober]. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne [Hil­de], Du!

Herbst­lich wird es auch nun hier. Frisch ging die Luft heu­te mor­gen. In der Nacht hat es einen leich­ten Schau­er getan. Son­nen­stand und Luft­wär­me, die bei­de wer­den gleich die ein­zi­gen sein, die hier das Nahen des Win­ters kün­den. Wei­ter­le­sen!

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28. April 1941

T&Savatarsm[410428–2‑1]

Mon­tag, am 28. April 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du!! Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Ges­tern hat­te ich auf­ge­hört, weil man nach mir rief und es wäre auch nicht mehr dazu gekom­men, daß ich noch län­ger mit Dir plau­dern konn­te, nach dem Kaf­fee. Besuch kam: erst eine Frau B., eine befreun­de­te Dame mei­ner Eltern, sie wohnt am Bahn­hof bei Herrn T. im Hau­se. Und nach einer Wei­le gesell­ten sich Frau G. und Ger­trud dazu. Sie hat­ten ihren Vati an den Zug gebracht, der kommt erst noch­mal nach Chem­nitz, dann irgend­wo­hin, mit sei­ner Kom­pa­nie. Wei­ter­le­sen!

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