18. Marz 1942

[420318–1‑1]

[Salo­ni­ki,] Mitt­woch, den 18. März 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Soviel Lie­be ist heu­te zu mir gekom­men, daß ich gar nicht noch weiß, wohin mit aller Freu­de, mit allem Glück. Zwei lie­be Boten von Dir, der vom Diens­tag und der vom Don­ners­tag, einen Brief von daheim und einen von H.s aus L. Und woher mir dann die größ­te Freu­de ward?

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02. Dezember 1941

[411202–2‑1]

Diens­tag, am 2. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter!

Gleich zu Anfang habe ich eine sel­te­ne Fra­ge an Dich! Hast Du etwa mei­nen Kork vom Tin­ten­fäß­chen gefun­den in einem Dei­ner Päck­chen? Ach, wie dumm! Du kannst sie ja noch gar­nicht emp­fan­gen haben!! Aber, Her­ze­lein! Gib nur mal Obacht, gelt? Denn seit ich die Weih­nachts­päck­chen pack­te, ist mein Kork ver­schwun­den! Sollst nicht den­ken, das sei eine Bei­ga­be!! Du! Ich habe gar kei­ne Ruhe mehr, seit ich auf den Gedan­ken nun kam, ich könn­te ihn bei Dir mit ver­packt haben! [S]ollst also nicht den­ken, daß ich Dich irgend­wie froz­zeln will. So! Nun geht’s wei­ter. Wei­ter­le­sen!

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31. Oktober 1941

[411031–2‑1]

Sonn­abend, am 31. Okto­ber 1941.

Refor­ma­ti­ons­fest.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du lie­bes, lie­bes Man­ner­li!

Da bin ich doch ges­tern mit dem Mut­ter­be­such ganz aus dem Kon­zept gekom­men, mein Schät­ze­lein, daß ich doch nicht ein­mal an Dich schrei­ben konn­te. Aber ich weiß, Du bist mir nicht böse dar­um – und Du ver­stehst es auch, daß wir die weni­gen Stun­den uns[e]res Bei­sam­men­seins recht nüt­zen wol­len. Wer weiß, wann Mut­ter ein­mal wie­der kommt, die­ses Jahr bestimmt nicht mehr. Wei­ter­le­sen!

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17. Juni 1941

[410617–1‑1]

Diens­tag, den 17. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Herz­lieb mein!!

2 lie­be Boten sind heu­te zu mir gekom­men – fein der Rei­he nach – heut[‘] mit­tag einer – und, ich habe mich ja ganz sehr gefreut, nach Fei­er­abend noch einer! Zu Fei­er­abend, wenn dann die Gedan­ken alle zu Dir gehen dür­fen – wenn wir dann auch ein wenig Muße haben – und noch ein Stünd­chen auf dem Bal­kon ste­hen, nach der [un]tergehenden Son­ne schau­en – oder wie ges­tern und heu­te nach dem Wet­ter­leuch­ten. Wei­ter­le­sen!

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09. Juni 1941

T&Savatar[410609–2‑1]

Mon­tag, am 9. Juni 1941.

Mein lie­bes, herz­lie­bes Man­ner­li! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Herz­lieb Du!!! Zuerst einen ganz, ganz lie­ben Kuß!!! Nicht ohne Grund – o nein!! Als Beloh­nung!!! Hat nichts mit mir zu tun! Nein, nein! Für Dein treu­es Aus­hal­ten im Dienst für’s Vater­land hast Du einen Rang erstie­gen! Ich freue mich ja so sehr für Dich, Herz­lieb!! Also, Dicker­le!! Mei­nen aller­herz­lichs­ten Glück­wunsch zum „Gefrei­ten“!! Du!!!!! Was soll ich Dir denn nun gleich vor Freu­de schen­ken? Ich habe gar­nichts da! Weißt? Am Sonn­abend habe ich Dir ein Pra­li­nen­pa­ckel [sic] zuge­schickt, das nimm von mir als Glück­wunsch in hand­fes­ter Form! Wei­ter­le­sen!

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