Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Bahnhofsdienst

08. Dezember 1942

[421208–2‑2]

49.)

Diens­tag­abend, am 8. Dezem­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du!!!

Jetzt kom­me ich doch gleich noch ein­mal zu Dir! Du!!! Ach Du!!!

Ich hab ja den gan­zen Tag so lieb an Dich geden­ken müs­sen, sah doch so vie­le Heim­keh­rer heu­te wie­der – Sol­da­ten – und habe an Dich stets gedacht, daß Du auch bald, bald wie­der ein­mal unter den Glück­li­chen sein wirst.

04. Dezember 1942

[421204–2‑1]

45.)

Frei­tag, am 4. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein herz­lie­ber [Roland]!

Ich bin bei Dir, Gelieb­ter!! Bin bei Dir! Ah Du!! Du!! 

Ganz still möch­te ich neben Dir sit­zen nun, Hand in Hand, Schul­ter an Schul­ter gelehnt – oh Du! Wang [sic] gegen Wan­ge geschmiegt. Gelieb­ter! Ich seh­ne mich so sehr nach Dei­ner Nähe! Du!!! Du!!!

02. Dezember 1942

[421202–2‑1]

43.)

Mitt­woch­abend, am 2. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lin! Mein liebs­ter [Roland]!

Ich bin recht müde heu­te Abend, aber ich kann nicht ins Bett­lein gehen, ehe ich nicht bei Dir war, Du! Die Kin­der waren leb­haft heu­te! So froh war ich, als es 6 Uhr war. Wie haben Tisch­schmuck für die Frau­en­schaft gebas­telt, die mor­gen Abend 

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