Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Bad

28. März 1941

[410328–1‑1] Frei­tag, den 28.März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Wenn ½ 5 Uhr der Dienst been­det ist, dann macht sich alles fer­tig zum Aus­schwär­men in die Stadt. Urlaub ist bis 11 Uhr am Abend. Ich woll­te heu­te eigent­lich auch zur Stadt, um ein­mal zu baden. Aber nun sind wir geschlos­sen gegan­gen, […]

09. Juli 1940

[400709–2‑1] O., am 9. Juli 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du! Hur­ra! Es gibt noch Brief­pa­pier! M.K. Papier! Und weißt Du, wer es ergat­tert hat für mich?, die Mutsch!! Gera­de die, die will, daß ich nicht mehr schrei­ben soll. Ich hab[‘] mich ja gefreut. Nun schreib[‘] ich gleich schnell noch­mal heim­lich, denn da macht[‘]s […]

22. Juni 1940

[400622–1‑1] S. am 22. Juni 1940. Haupt­quar­tier des Bräu­ti­gams. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de], Du! Zwei Brie­fe habe ich schon geschrie­ben, Du, nun mußt Dich mit dem begnü­gen, was noch übrig ist. Na, dann gleich mal ein Drü­ckerl [sic] und ein Bus­serl vor­weg, die sind alle noch da, ist noch kein[e]s ver­schrie­ben, Du! Es ist so warm, und […]

21. Juni 1940

[400621–2‑1] O., am 21. Juni 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber [Roland] Du! Für Dei­nen so lie­ben Brief dan­ke ich Dir recht herz­lich, er hat mich recht froh wer­den las­sen. Er hat mir das Herz frei und den Blick weit gemacht in die­ser Zeit des Hof­fens und Ban­gens. Ich bin so dank­bar, daß ich Dir gehö­re, der […]

01. April 1939

[390401–1‑1] K. am 31. März 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Was soll ich Dir schrei­ben? Es drängt mich nicht zu schrei­ben heu­te, ich sage es ehr­lich. War­um? Ich weiß es nicht. Ich den­ke oft an dich: Du Daß Du jetzt flei­ßig sein mußt, die­weil ich aus­ru­he. Daß ich mit Dir jeden Tag nach der Arbeit 2 Stun­den gehen […]

Nach oben scrollen