13. Januar 1939

Hildes Photoalbum, Bilder aus November 1938
Hil­des Pho­to­al­bum, Bil­der aus Novem­ber 1938

[390113–1‑1]

L. am 13. Janu­ar 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Am Sonn­tag­abend zwi­schen 7 u. 8 bin ich am Bahn­hof U. wie­der hin­auf­ge­stie­gen in mei­ne Welt und mei­ne Wirk­lich­keit. So kann man sagen; denn die Feri­en­zeit, zu Weih­nach­ten zumal, ist mit ihrer Ruhe und Sorg­lo­sig­keit wie eine ande­re Welt, ein Traum­land. Es fiel mir vor Jah­ren noch schwe­rer, mich davon zu tren­nen. Aus den Kin­der­ta­gen liegt ein Zau­ber über die­sem Traum­land. Ich dan­ke es den Eltern, daß sie mir das Tor zu die­sem Land offen­hal­ten. Doch nach den Fei­er­ta­gen, wenn Vater wie­der sei­ner Arbeit nach­ge­hen mußt, dann spürt man es: Die­ses Traum­land ist nicht die Wirk­lich­keit. Ich bin nicht trü­ben Sin­nes zurück­ge­kehrt. Zu mei­ner Welt und Wirk­lich­keit gehö­ren Sie, lie­be [Hil­de]. Jetzt hal­te ich mich an Sie, jetzt brau­che ich Sie, jetzt gehen mei­ne Gedan­ken viel öfter zu Ihnen. Ich habe ja sonst nie­man­den. Wei­ter­le­sen!

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04. Januar 1939

Neujahrsfest, Bleigießen, Hans-Günter Quaschinsky, Sylvester bei Werner Lierck. In der Küche! 18 December 1957. Bundesarchiv Deutschland Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, Bild 183-51875-0001. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-51875-0001,_Neujahrsfest,_Bleigie%C3%9Fen.jpg, herunterladen Dezember 2013.
Neu­jahrs­fest, Blei­gie­ßen, Hans-Gün­ter Qua­schin­sky, Syl­ves­ter bei Wer­ner Lierck. In der Küche! 18 Decem­ber 1957. Bun­des­ar­chiv Deutsch­land All­ge­mei­ner Deut­scher Nach­rich­ten­dienst, Bild 183–51875-0001. http://commons.wikimedia.org/wiki/File: Bundesarchiv_Bild_183-51875–0001,_Neujahrsfest,_Bleigie%C3%9Fen.jpg, her­un­ter­la­den Dezem­ber 2013.

[390104–1‑1]

B. am 4. Jan. 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Herz­li­chen Dank für Ihre guten Wün­sche zum neu­en Jahr. Kam mein Neu­jahrs­brief recht­zei­tig an? Heu­te ist Mitt­woch. Ich war­te unge­dul­dig auf ein Zei­chen von Ihnen. Und ich weiß doch, daß Ihnen wenig Zeit bleibt zum Schrei­ben. Sind Sie wie­der gesund? Ich habe jetzt soviel Zeit zum War­ten. Ihre Bil­der, die ich sonst auch am Sonn­tag über mit mir neh­me, habe ich am 2. Fei­er­tag in L. lie­gen las­sen. Nun muß ich mich an die bei­den Brie­fe hal­ten, den Geburts­tags­brief und den Weih­nachts­brief. Sie lie­gen im Käst­chen ver­wahrt, jeden Tag lese ich einen von bei­den. Sie haben mir viel Freu­de damit berei­tet. Vie­len Dank dafür, mei­ne lie­be [Hil­de]. Wei­ter­le­sen!

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