27. September 1940

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Japa­ni­sches Pro­pa­gan­da­pla­kat von 1938: „Gute Freun­de aus drei Län­dern“. Vor dem Hin­ter­grund des Anti­kom­in­tern­pak­tes an des­sen Stel­le an die­sem Tag der Drei­mäch­te­pakt trat. Lizen­ziert unter Gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

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Frei­tag, am 27. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!  Du, mein lie­ber, guter [Roland]!

Eben fällt’s [sic: fällt es] mir wie­der ein, mein Brief­pa­pier ist alle. Ich bin noch nicht dazu gekom­men, mir wel­ches zu kau­fen. Voll­auf beschäf­tigt war ich ges­tern, heu­te und mor­gen den gan­zen Vor­mit­tag auch noch. Ein schö­ner Tag war heu­te. Doch das Wet­ter fängt schon wie­der an umzu­schla­gen. Es ist nicht län­ger als 2 Tage schön und dann regnet’s [sic: reg­net es] wie­der. Wei­ter­le­sen!

24. September 1940

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Tor­nis­ter M34, den die Wehr­macht an Sol­da­ten aus­gab, 1940. Foto Han­nes Gro­be, 09.2012, lizen­ziert unter CC BY 3.0 über Wiki­me­dia Com­mons. 09.2015.

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Den 24. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Schon wie­der Diens­tag­abend. 1/2 8 Uhr ist es. Heu­te abend kommt sicher­lich dein lie­ber Bote noch, auch die bei­den Päck­chen, die Du ankün­digst, ste­hen noch aus. Heut[e] nach­mit­tag kam end­lich Nach­richt und Päck­chen mit dem Nacht­hemd von [zu] Hau­se. Vater schreibt von der Geburts­tags­fei­er. Tan­te Gret­chen und Onkel M. mit Lie­sel waren da, von den Kin­dern kei­nes. Wegen schlech­ten Wet­ters sind die Eltern noch nicht abge­reist. Bei uns ist [sic] war erst ein ein­zi­ger Regen­tag. Es wie­der­holt sich alles gern. Wei­ter­le­sen!

19. September 1940

Bundesarchiv Bild 183-W-0801-512, Rhön, Hanna Reitsch beim Segelflug-Wettbewerb.jpg
In Rends­burg besuch­te Han­na Reitsch, Flie­ge­rin und Luft­waf­fe-Test­pi­lo­tin, die Kolo­nia­le Frau­en­schu­le Rends­burg (1926–45), hier bei einem Segel­flug­wett­be­werb 1936, DBa Bild 183-W-0801–512 / Becke, Hein­rich von der / CC-BY-SA 3.0, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

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Don­ners­tag, am 19. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Heu­te ist hel­ler Son­nen­schein drau­ßen und ich bin ganz wohl und mun­ter. Mut­ter ließ mich heu­te früh schla­fen, und ich bin erst um 8 [Uhr] auf­ge­weckt. War ich erschro­cken.

Du kannst schon immer Dir aus­ma­len, was bloß los wäre, wenn ich Dich, mei­nen Wecker[,] nicht hät­te in Zukunft! Heu­te früh habe ich eine lie­be Über­ra­schung erlebt. Wei­ter­le­sen!