Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Ausflug

31. Oktober 1941

[411031–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 31. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heu­te ist also Bade­tag. Mein Feins­lieb wird auch ganz neu­wa­schen am Tische sit­zen – und viel­leicht mein den­ken? Heu­te am Nach­mit­tag kam es ein wenig käl­ter, und es trüb­te sich ein. Vor Dienst­schluß habe ich des­halb ein­ge­heizt, und nun sit­zen wir fein warm. Und […]

18. Oktober 1941

[411018–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 18. Okto­ber 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein, Hol­de mein! Der Gedan­ke vom Schei­de­we­ge beschäf­tigt mich noch. Mit mir kennst Du einen, der so deut­lich und sym­bol­haft ist, wie nur einer im Mär­chen. „Der Weg zur Rech­ten? Nein. – Der Weg der Mit­te? Nein. – Der Weg zur Lin­ken führt Dich zum Glück!“ […]

29. September 1941

[410929–2‑1] Mon­tag, am 29. Sep­tem­ber 1941. Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Heu­te beginnt die ers­te Woche ohne Dich, Du!! Mon­tag ist. Und über­mor­gen fängt schon der neue Monat an, Okto­ber. Die Zeit läuft unauf­halt­sam wei­ter – sie läßt sich nicht auf­hal­ten. Und das ist auch gut so, Du!!!

28. September 1941

[410928–2‑1] Sonn­tag, am 28. Sep­tem­ber 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Der ers­te Sonn­tag allein – o ja, Herz­lieb! Ich habe es gespürt, wie allein ich heu­te war. Aber ich will nicht kla­gen, Du! Die lie­ben Eltern hat­te ich ja bei mir, – und ich weiß genau, daß sie mich heu­te mit­nah­men, um mir mein Allein­sein zu […]

17. August 1941

[410817–1‑2] Sonn­tag, den 17. August 1941 Mei­ne, lie­be, liebs­te [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Weib! Nur noch weni­ge Stun­den sind am Tage, es geht auf 10 Uhr. Ich bin eben erst ein­ge­trie­ben [sic] mit Kame­rad K., Kame­rad H. war Schrei­ber vom Dienst. Auf einem Aus­flug waren wir heu­te. Für die Schrei­ber unten im Hafen war es so […]

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