27. Februar 1942

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Frei­tag, den 27. Febru­ar 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Du mei­ne [Hil­de]!

Mor­gens zwi­schen drein und vie­ren [sic] – ich glaub[‘], so hebt ein [Volks]Lied [von Bet­ti­na von Armin, 1805] an, und wenn nicht, eben mein Brief. Ich war ganz von sel­ber mun­ter zu mei­ner Wache von drei bis sie­ben Uhr. [Ich] War eben aus Träu­men auf­ge­wacht, als der Kame­rad mich wecken woll­te.

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23. November 1941

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Sonn­tag, am 23. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter! Du!

Heu­te ist Toten­sonn­tag. Ein ganz herr­li­cher Mor­gen begrüß­te uns schon und das Wet­ter ist bis heu­te abend ganz und gar schön geblie­ben, so aus­nahms­wei­se schön, wie sel­ten am Toten­sonn­tag. All denen, die heu­te Schmerz und Weh emp­fan­den, wird die­ser schö­ne, son­nen­rei­che Tag ein wenig Trost gewe­sen sein. [Er] Wird den Trau­ern­den gezeigt haben, daß nach allem Leid auch wie­der die Son­ne scheint, daß sich alles Dun­kel doch wie­der in Licht wan­delt. Wei­ter­le­sen!

31. Oktober 1941

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[Salo­ni­ki] Frei­tag, den 31. Okto­ber 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Heu­te ist also Bade­tag. Mein Feins­lieb wird auch ganz neu­wa­schen am Tische sit­zen – und viel­leicht mein den­ken? Heu­te am Nach­mit­tag kam es ein wenig käl­ter, und es trüb­te sich ein. Vor Dienst­schluß habe ich des­halb ein­ge­heizt, und nun sit­zen wir fein warm. Und Dampf ist in der Bude! Wei­ter­le­sen!

18. Oktober 1941

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[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 18. Okto­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein, Hol­de mein!

Der Gedan­ke vom Schei­de­we­ge beschäf­tigt mich noch. Mit mir kennst Du einen, der so deut­lich und sym­bol­haft ist, wie nur einer im Mär­chen. „Der Weg zur Rech­ten? Nein. – Der Weg der Mit­te? Nein. – Der Weg zur Lin­ken führt Dich zum Glück!“ Über das Nein war ich mir im Kla­ren. Aber die Mög­lich­keit des Glü­ckes uns[e]rer Lie­be, die erkann­te ich nicht. Wei­ter­le­sen!

29. September 1941

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Mon­tag, am 29. Sep­tem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Heu­te beginnt die ers­te Woche ohne Dich, Du!! Mon­tag ist. Und über­mor­gen fängt schon der neue Monat an, Okto­ber. Die Zeit läuft unauf­halt­sam wei­ter – sie läßt sich nicht auf­hal­ten. Und das ist auch gut so, Du!!! Wei­ter­le­sen!