Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Ausbildung

09. Mai 1942

[420509–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 9. Mai 1942 Gelieb­te! Mein lie­bes, treu­es Weib! Mei­ne [Hil­de]! Her­ze­lein! Ganz allein bin ich in der Schreib­stu­be. Das Licht ist heu­te gelegt wor­den zur Steh­lam­pe. Oh Du! Du!! Wie fein! Nun habe ich doch gleich eine klei­ne Gale­rie Bil­der vor mir ste­hen. Oh Her­ze­lein! Allein mit Dir! Wenn ich Dich […]

26. Oktober 1940

[401026–1‑1] Sonn­abend den 26. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Hol­de! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Sonn­abend­nach­mit­tag. Die gro­be Arbeit ist getan: Stie­fel geputzt, Spind sau­ber gemacht, Kop­pel­zeug blank, Knöp­fe ange­näht, geba­det. Nun kann ich die fei­ne Arbeit vor­neh­men. Fast leer ist die Stu­be. Vie­le sind wie­der nach Kiel gefah­ren. Ich will heu­te häus­lich blei­ben. Mor­gen […]

30. Oktober 1940

[401030–1‑1] Mitt­woch, den 30. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Hol­de mein! Vor­bei. Alles vor­bei. Glück­lich vor­bei. Es war ja ganz harm­los. Der Kom­man­deur war sehr zufrie­den. Und — dar­über habe ich Freu­de emp­fun­den — unser Zug­füh­rer hat ver­dien­tes Lob geern­tet. Ja, und nun — nun war­ten wir. ½ 7 Uhr Uhr [sic] soll […]

20. Oktober 1940

[401020–1‑1] Sonn­tag, den 20. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein! Wohl­be­hal­ten bin ich aus Kiel zurück um die­sel­be Stun­de wie am ver­gan­ge­nen Sonn­abend. Es war ein erle­se­ner Tag ges­tern, gegen Mit­tag, som­mer­lich warm, ich habe geschwitzt auf dem Wege zum Auto­bus. Habe wie­der ein­ge­kauft in Kiel, eine gro­ße […]

18. Oktober 1940

[401018–2‑1] Frei­tag, am 18. Okto­ber 1940 in K.. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein glieb­ter, guter [Roland], Du! Wel­che gro­ße Freu­de Du! 2 Brie­fe und auch 2 Bil­der! Nun scheint die lie­be Son­ne noch ein­mal so hell mein Roland! Einen recht lie­ben, lan­gen Kuß dafür, Du! Das soll einst­wei­len mein Dank sein. Aber Du! Wenn ich erst bei Dir […]

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