27. April 1941

T&Savatarsm[410427–1‑1]

Sonn­tag, den 27. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb!! Gelieb­te mein!!!

Wenn ich nun auch vor Mitt­woch oder Don­ners­tag das Geschrie­be­ne nicht auf­ge­ben kann, so will ich doch ver­su­chen, täg­lich mit Dir ein Stünd­chen zu plau­dern. Und wenn ich nicht schrei­ben kann, plau­dern wer­de ich gewiß mit mei­nem Herz­lieb – ach, alles mit sei­nen Augen schau­en, mit sei­nen Sin­nen erle­ben, in sei­nem Sinn han­deln. Herz­lieb, ich kann ja nicht mehr anders – und Du auch nicht – weil wir uns so lieb haben! Wei­ter­le­sen!

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07. April 1941

T&Savatarsm[410407–2‑1]

Mon­tag, am 7. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!!

Es ist mor­gens genau 9 Uhr. Ich sit­ze jetzt in der Stu­be am Tische, der Maler regiert in der Küche, und ich will mich warm schrei­ben, Du!! Es ist so kalt wie­der hier, seit ges­tern – Feu­er kann ich hier drin nicht auch noch anma­chen, da rei­chen wir nicht mit den Koh­len aus. Es ist aus­ge­schlos­sen, daß die gemal­ten Wän­de heu­te luft­trock­nen, drau­ßen reg­net es herz­lich mit Schnee ver­mischt und wir kön­nen das Feu­er nicht aus­ge­hen las­sen in der Küche. Bin gespannt, ob er heu­te fer­tig wird mit allem. Wei­ter­le­sen!

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17. November 1940

Ope­ra­ti­on Mond­schein­so­na­te, Über­res­te des Coven­try Doms nach dem gros­sen deut­schen Bom­ben­an­griff, Coven­try, 11.1940. Quel­le: Tay­lor, E A (Lt.), War Office, Impe­ri­al War Muse­ums, H 5604, über media.iwm.org.uk, 11.2015.

[401117–2‑1]

Sonn­tag, am 17. Novem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland] Du!! Gelieb­ter mein!!

Sonn­tag­abend ist, das Haus ist still — die Eltern schla­fen, die ande­ren sind aus. Und ich bin nun allein mit mei­nem Aller­liebs­ten!! War heut[’] früh noch ein­mal im Got­tes­dienst, das letz­te Mal im O. vor der Rei­se. Wir haben ein Lied vor­ge­tra­gen, das konn­te ich noch von frü­her her. Denk nur: in G.s (Fabrik) Fest­raum hiel­ten wir Got­tes­dienst! Wei­ter­le­sen!

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14. November 1940

Coven­try vor dem Blitz: War­wick Lane, 1931, Quel­le: Coven­try Histo­ry Cen­ter, Her­bert Art Gal­le­ry & Muse­um, über die BBC, 11.2015.

[401114–1‑1]

Don­ners­tag, den 14. Novem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein!

Siehst auch nach dem Kalen­der, Herz­lie­bes, wie es rückt, Du?! Heut[’] in 8 Tagen willst schon in Hal­le sein, und wann Dich mein Bote erreicht, sind es schon längst nicht mehr 8 Tage. Wie fern lag die­ser Tag zuerst, in wei­ter, nebel­haf­ter Fer­ne, ohne Gestalt. Und nun hat alles ein Gesicht, hat Gestalt gewon­nen —  in sei­nem auße­ren Ablauf. In uns[e]ren Her­zen aber war­ten Jubel und [Fr]eude und noch vie­les ande­re dar­auf, die­sen Tag und die Zeit uns[e]res Bei­sam­men­seins zu erfül­len. Gott wal­te gnä­dig über unse­rem Glück! Wei­ter­le­sen!

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07. November 1940

[401107–1‑1]

Don­ners­tag, den 7. Novem­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein!

Immer noch schrei­be ich mit Blei­stift aus den­sel­ben Grün­den wie bis­her: Das Schrei­ben mit Blei­stift ist ein­fa­cher, macht weni­ger Umstän­de, läßt sich schnell bei­sei­te­räu­men [sic] und ist alles in allem unauf­fäl­li­ger. Ich kann sooft Mit­tag über in der Schreib­stu­be schrei­ben; aber 1sitzt da immer der Läu­fer drin, der das Tele­fon über­wacht, 2, will ich mich auch mal in [d]er Stu­be zei­gen, damit nie­mand denkt, ich sei ein­ge­bil­det. Ich hof­fe, Herz­lie­bes, daß Du die­se Grün­de ver­stehst. Das Blei­stift­ge­schrie­be­ne ist des­halb eben­so so dau­er­haft und herz­lich gemeint wie das Tin­te­ne [sic]; eigent­lich am Druck der Hand gemes­sen noch herz­li­cher. Ich weiß nicht, was bes­ser schmeckt: ein Blei­stift­kus­sel [sic] oder ein Tin­ten­kus­sel [sic]. Ach, papier[e]n schme­cken sie bei­de. Wei­ter­le­sen!

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