15. Oktober 1941

[411015–2‑1]

Mitt­woch, am 15. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Du!!! Ach, wie bin ich froh, daß ich end­lich Dei­ne lie­be Hand fas­sen kann! Wie habe ich auf die Stun­de gewar­tet. Eben ist unser Besuch zur Tür hin­aus – eine gute Bekann­te, eine Kran­ken­schwes­ter mit ihrer Nich­te. und [sic] es ist bald 22 Uhr! Ich habe ja wie auf Koh­len geses­sen, Du! Nun bin ich erlöst! Die Eltern kra­men zwar noch umher, doch sie gehen sicher bald schla­fen. Ach Herz­lieb! Nun muß ich Dir erst ein­mal erzäh­len, ehe ich auf Dei­ne bei­den lie­ben Boten ein­ge­he. Wei­ter­le­sen!

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14. Oktober 1941

[411014–2‑1]

Diens­tag, am 14. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter Du!!!

Wie­der ist ein Vor­mit­tag ver­gan­gen und es ist nun die Stun­de da, wo ich ganz bei Dir sein kann, Du!!! Am liebs­ten möch­te ich Dich doch jetzt ganz nahe bei mir haben, Du mein Herz­lieb! Ich habe gro­ße Sehn­sucht nach Dir, ach!!! Du!!! Du!!!

Und wenn Du jetzt, um die­sel­be Stun­de schläfst, dann nimmt es mich nicht Wun­der, wenn ich Dir im Traum erschei­ne, Du! Ach, ich den­ke doch sooo lieb und sehn­süch­tig Dein! Du soll­test jetzt bei mir sein! Du!! Was meinst Du denn, was Schö­nes neben mir steht, am Fuß­bo­den? Rate ein­mal! Wei­ter­le­sen!

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24. August 1941

T&Savatar[410824–1‑1]

Sonn­tag, den 24. August 41

Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te!

Wo bist Du denn eben jetzt? Herz­lieb? Komm zu mir! Setz Dich lieb neben mich, ganz nahe – noch ein bis­sel näher – ach gleich auf mei­nen Schoß, Her­ze­lein! Ich möch­te Dir ganz lieb etwas sagen. Wirst [Du] mir fein zuhö­ren? Das Man­ner­li wird erst am Diens­tag bei Dir sein. Ach Du! Sei nicht bös[‘] jetzt – oder sei es und grol­le mir – Dein Man­ner­li ist ja schon auf dem Weg zu Dir in die­sem Augen­blick. Und mor­gen, Sonn­tag, wo es bei Dir ein­keh­ren woll­te, da ist es Dir schon so viel näher. Und noch ein­mal schla­fen, Mon­tag, da soll doch schon das Tele­gramm kom­men – und dann dau­ert es gar nim­mer lan­ge. 48 Stun­den nur mehr Geduld, Herz­lieb – das Man­ner­li auch! Und war­um? Wei­ter­le­sen!

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23. August 1941

T&Savatar[410823–1‑2]

Sonn­abend, den 23. August 41

Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebs­te mein!!!

Dein lie­ber, lie­ber Bote von Sonn­abend ist zu mir gekom­men. Sei viel­lieb bedankt, Herz­lieb mein! [Du] Kannst Dir den­ken, was mich nun am meis­ten bewegt? Gelieb­tes Weib! Du, mei­ne [Hil­de]! Ach, ich wer­de ja nicht eher wie­der ganz ruhig wer­den, eh[‘] Du mir nicht geschrie­ben hast von Dei­nem schwe­ren Gang, eh[‘] ich nicht wie­der bei Dir bin und in Dei­ne lie­ben Augen schaue. Ach Gelieb­te, Du, mei­nes Her­zens Ver­trau­te und deren gan­zes, letz­tes Ver­trau­en ich besit­ze, ich will ver­su­chen, Dir zu sagen, was das Man­ner­li bewegt dar­um, und ich weiß, Du wirst mich ver­ste­hen, wo die Wor­te ihren Dienst ver­sa­gen – so wie ich Dich in allem ver­ste­he, was Du mir dazu schreibst. Ja, Herz­lieb, ich ver­ste­he Dein Han­deln, ver­ste­he Dei­nen Ent­schluß. Wei­ter­le­sen!

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16. August 1941

T&Savatar[410816–2‑1]

Sonn­abend, am 16. August 1941.

Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!!

Die Glo­cken läu­ten den Sonn­tag ein – es ist 6 Uhr abends. Und jetzt erst bin ich soweit, Dein zu den­ken. Ach, das war wie­der ein aus­ge­füll­ter Tag heu­te. Mor­gens um 6 [Uhr] bin ich raus aus den Federn. Ich schla­fe jetzt gleich mit im Eltern­schlaf­zim­mer, wenn Vater Nacht­dienst hat; da wer­de ich wenigs­tens mor­gens um 600 [Uhr] wach wenn er heim­kommt. In mei­nem Käm­mer­le höre ich nichts – da schla­fe ich wie ein Mur­mel­tier! Und so ich auch Mutsch abends auf­tra­ge, mich zu wecken um 600 [Uhr] – sie denkt nicht dar­an! Es tut ihr leid, meint sie, weil ich immer so schön schlie­fe! Dar­über habe ich mäch­ti­ge Wut!! Wei­ter­le­sen!

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