Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Arzt

18. Juli 1941

[410718–2‑1] Frei­tag, am 18. Juli 1941. Gelieb­ter Her­zens­schatz! Mein lie­ber, lie­ber, guter [Roland]! Drei ganz lie­be Boten sind zu mir gekom­men! Einer ges­tern und zwei heu­te! Du!!! Ich bin doch sooo voll! sooo ganz voll Freu­de dar­über! Gelieb­ter!! Ich muß Dich zuerst ein­mal ganz lieb­ha­ben — und ganz, ganz tüch­tig lieb Dich küs­sen! Du!!!!!!!!!! Bin ich […]

23. April 1941

[410423–2‑1] Mitt­woch, am 23. April 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein Herz­lieb! Mein liebs­ter [Roland]! Den 175. Brief schrei­be ich Dir heu­te, mein [Roland]! Den 175. Brief, seit ich bei Dir in Bar­kels­by war, gerech­net – also seit Dezem­ber schon! 1/3 Jahr ist seit­dem ver­gan­gen – viel, viel ist gesche­hen – eines nach dem ander[e]n […]

20. Dezember 1940

[401220–1‑1] Frei­tag, den 20. Dezem­ber 1940. Gelieb­te! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be, [Hil­de] Du! Jetzt sind wir uns wie­der mal ganz nahe mit unse­ren Boten. Zwei kamen heu­te von Dir, und einer davon, den Du ges­tern noch in Dei­nen lie­ben Hän­den hiel­test, den Du erst ges­tern mit vie­len [^]lie­ben Zei­chen und Gedan­ken und ande­rem mehr auf den Weg […]

26. Mai 1940

[400526–2‑1] # O., am 26. Mai 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland], Du! Einen Brief hat­te ich schon für Dich geschrie­ben, am Frei­tag — abends nach dem Bad als ich im Bett lag. Ich habe ihn aber ges­tern wie­der zer­ris­sen und ver­brannt. Es braucht Dir nicht leid sein dar­um; denn Du wärst bestimmt trau­rig gewor­den dar­über. Ich war so schwermütig […]

24. Juli 1938*

[380724–1‑1*] [*unda­tiert, wohl 24. Juli 1938] Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Eben kom­me ich von der Post, ich sel­ber kom­me, und bin nun im Besitz Ihrer lie­ben Zei­len, sit­ze nun in mei­ner Kam­mer und beei­le mich, Ihnen zu schrei­ben. Als ich in Wer­ni­ge­ro­de abfuhr, war ich in gro­ßer Sor­ge, daß ich die Fahrt gut über­ste­hen möch­te. Noch in […]

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