Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Armut

29. März 1942

[420329–1‑1a] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 29. März 1942 Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Sonn­tag­abend. Ich bin allein. Die Kame­ra­den gin­gen zur Front­büh­ne. Kame­rad H. hat­te Sonn­tags­dienst – Kame­rad K. war mit mir zusam­men am heu­ti­gen Nach­mit­tag. Ich ver­spür­te kei­ne Lust zum Varie­té. Zum einen bin ich müde, es feh­len mir ein paar Stun­den Schlaf – […]

12. März 1942

[420312–1‑1] [Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 12. März 1942 Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebs­te, Hol­de mein! Her­zens­schät­ze­lein! Nun sit­ze ich wie­der vor dem wei­ßen Bogen. Eben habe ich noch ein­mal gelüf­tet – und beim Hin­aus­tre­ten auf den Bal­kon, da bann­te der gestirn­te Him­mel mei­nen Blick. Ein pracht­vol­ler Ster­nen­him­mel wie sel­ten daheim. Und eben vor mir unser schöns­tes […]

20. November 1941

[411120–2‑1] Don­ners­tag, am 20. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du wirst viel­leicht stau­nen, wenn ich Dir sage, daß wir schon fer­tig sind mit waschen! Ja, wahr­haf­tig!! Und wir sind glück­lich dar­um! Es ist gera­de um 4 [Uhr] nach­mit­tags. Die Mut­ter ist auf dem Ober­bo­den und hängt die Wäsche auf. Sie hat mich […]

14. November 1941

[411114–1‑1] Frei­tag, den 14. Nov. 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]! Aus­ge­lernt hat nun der Tag – Eigen­tum nun noch die weni­gen Stun­den an die­sem Tage – beschränk­te Frei­heit für ein paar Stun­den, Herz­lieb! Ich ver­brin­ge sie doch am aller­liebs­ten mit Dir! Du! Plea­se fol­low and like us:

30. Oktober 1941

[411030–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, nein Don­ners­tag, den 30. Okt. 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]! [Ich] Hät­te doch wirk­lich gleich die Tage ver­wech­selt und bil­de­te mir eben ein, mor­gen müß­te Sonn­abend sein. [Ich] Weiß nicht, war­um es mir so wün­schens­wert vor­schweb­te, viel­leicht, weil es dann wie­der Geld gibt. Aber davon habe ich augen­blick­lich […]

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