12. November 1941

[411112–1-1]

[Salo­ni­ki] Diens­tag, den 11. Nov. 1941

Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Jetzt schläfst Du aber gewiß noch. Und das Man­ner­li ist schon mun­ter. Eigent­lich ist also schon Mitt­woch. Ges­tern abend, ½ 9 Uhr war es, über­kam mich die Müdig­keit und ich streck­te mich eben lang zu einem hal­ben Stünd­chen. Aber die Müdig­keit war nur grö­ßer gewor­den – und so haben wir (K. erging es eben­so) ihr nach­ge­ge­ben. Es mag zu warm gewor­den sein in unser[e]m Stü­bel vom Kar­tof­fel­bra­ten. Wei­ter­le­sen!

02. Mai 1941

[410502–1-1]

[Thes­sa­lo­ni­ki,] Frei­tag, den 2. Mai 1941.

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!!

Es ist 9 Uhr am Abend. Da ist hier Zap­fen­streich für alle Sol­da­ten und Zivi­lis­ten. Dann fah­ren auch die letz­ten Stra­ßen­bah­nen und wir müs­sen sehen, dass wir mit­kom­men: Heu­te hat­ten wir zum ers­ten­mal [sic] Urlaub. Wei­ter­le­sen!