29. April 1942

[420429–1-1]

[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 29. April 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te, Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Nun kann ich doch noch zu Dir kom­men trotz Umzugs­drasch [: Umzugs­hek­tik] – ich bin näm­lich Läu­fer heu­te – das ist mir gera­de recht – [das] sind doch gleich für vier schö­ne Stun­den – ganz allein für mein Schät­ze­lein reser­viert! Du!!! Wei­ter­le­sen!

26. Dezember 1941

[411226–1-1]

[Salo­ni­ki] Am 2. Weih­nachts­fei­er­tag 1941

Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!!!

End­lich! End­lich kann ich nun zu Dir kom­men! Ja! Ich schrieb doch schon eine gan­ze Wei­le. An Kame­rad K. ein paar Zei­len. Den Neu­jahrs­brief nach O. und K. Und nun ist mein Schät­ze­lein dran. [Es] Bekommt nun was noch übrig ist: was ganz zuun­terst und zutiefst liegt im Her­zen – mei­ner Her­zens­lie­be! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

10. Oktober 1941

[411010–2-1]

Frei­tag, am 10. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Du!! Gelieb­ter!! Mein liebs­ter [Roland]!

Ach, ich muß doch gleich erst mal tief auf­seuf­zen und mich auf den Aller­wer­tes­ten set­zen!

Das ging nun seit 7 Uhr im Galopp und mir tun die Bei­ne weh, als wäre ich ’ne alte Frau! Wie­der begrüß­te uns der Tag mit Regen­wet­ter, nur noch bis­sel schlim­mer, als vor­her. Ehe ich an mei­ne Haus­ar­beit ging besorg­te ich mei­ne Gän­ge. Mor­gen ist Wasch­tag, da kann ich nicht lau­fen. Also: Gedan­ken zusam­men neh­men. Wei­ter­le­sen!

19. August 1941

T&Savatar[410819–2-1]

Diens­tag, am 19. August 1941.

Gelieb­ter!!! Mein [Roland]! Du!

Du! Du! Nun ist doch alles gut! Alle Angst, daß man mich von Dir rei­ßen könn­te ist nun gewi­chen! Gelieb­ter! Das war mei­ne gan­ze Sor­ge! Du!! Nun muß ich Dir erzäh­len – nun will ich Dir erzäh­len! Ach Du! Ich woll­te Dir doch anfangs kein Ster­bens­wört­chen von der gan­zen Geschich­te erzäh­len, bevor Du nicht bei mir bist! Ich woll­te Dir nichts davon schrei­ben, Du soll­test ganz unbe­schwert zu mir heim­fah­ren kön­nen! Ach Du! Wei­ter­le­sen!

20. Juli 1941

T&Savatar[410720–2-1]

Sonn­abend, am 19. Juli 1941.

Mein Her­zens­schatz! Du mein gelieb­ter, lie­ber [Roland]!

Herz­lieb Du!!! Gleich zuerst mal das Geschäft­li­che. Es kam heu­te ein Schrei­ben an von der Schul­lei­tung Sch., Kreis Pir­na. Wor­in man mich bat um Aus­kunft: Geburts­da­tum, Glau­bens­be­kennt­nis, frü­he­rer Beruf. Wei­ter­le­sen!