20. Juli 1941

T&Savatar[410720–2-1]

Sonn­abend, am 19. Juli 1941.

Mein Her­zens­schatz! Du mein gelieb­ter, lie­ber [Roland]!

Herz­lieb Du!!! Gleich zuerst mal das Geschäft­li­che. Es kam heu­te ein Schrei­ben an von der Schul­lei­tung Sch., Kreis Pir­na. Wor­in man mich bat um Aus­kunft: Geburts­da­tum, Glau­bens­be­kennt­nis, frü­he­rer Beruf. Wei­ter­le­sen!

24. April 1941

T&Savatarsm[410424–1-1]

Don­ners­tag, den 24. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Dein [Roland] sitzt drau­ßen im Schul­hof. Es mag gegen 5 Uhr sein. Es ist wie­der ein fri­scher, son­ni­ger Tag heu­te – und heu­te blei­be ich zu Haus. Die Son­ne scheint mir ins Gesicht. Sie neigt schon wie­der merk­lich nach Wes­ten, in die Rich­tung zu mei­nem Herz­lieb. Wei­ter­le­sen!

02. April 1941

T&Savatarsm[410402–1-1]

Mitt­woch, den 2. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz­lieb! Herz­al­ler­liebs­te mein!

2 lie­be Boten sind wie­der in mei­ne Hän­de gelangt, die vom 22. und 24. März. Ach Herz­lieb! Soo­viel Geduld hast Du noch haben müs­sen und ich weiß nicht mal, ob Du heu­te schon etwas von mir in Hän­den hast. Es ist ein har­tes War­ten. Wei­ter­le­sen!

09. Februar 1941

T&Savatarsm[410209–1-1]

Sonn­tag, den 9. Febru­ar 1941.

Mein lie­bes, lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te!! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du!!!

Dein lie­ber Bote vom Frei­tag ist bei mir – wie Du es wünsch­test – und weil Du ihn so lieb besorg­test. – Herz­lieb! Nun ist Sonn­tag und Son­nen­tag bei mir – nun bist Du bei mir! Du!!! Du!!!!! Er bringt mir so viel Heim­lich­keit, soviel Trau­te, soviel köst­li­ches Ver­trau­en – von Dir!! Von Dir!!!!! Herz­lieb! Höchs­te Won­ne und Selig­keit bedeu­tet das – von Dir!! Von Dir!!!!! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

07. November 1940

Karte der Wahlergebnisse nach Bundesstaat
Wahl­er­geb­nis­se der Prä­si­dent­schafts­wahl in den USA vom 5. Novem­ber 1940. Kar­te von AndyHogan14. Lizen­ziert unter Gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2015.

[401107–2-1]

Don­ners­tag, am 7. Novem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter Du!

Die ver­gan­ge­ne Nacht war ganz hell und stern[en]klar. Alarm war zu erwar­ten und wenn man sich die­sem Gedan­ken zur Ruhe begibt, schläft man meist ganz unru­hig. Gegen 200 ertön­te dann auch die Sire­ne, aber nicht bei uns, der Wind trug es von weit her. Ich war­te­te nun und lausch­te, bis die uns[e]re anfing. Nichts. Nach 3 [Uhr] ent­warn­te die and[e]re Sire­ne wie­der. Es schien wie­der die Leip­zi­ger Rich­tung zu sein. Wei­ter­le­sen!