Trug und Schein: Ein Briefwechsel

31. März 1941

[410331–1‑1] Mon­tag, d[en]. 31. März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne [Hil­de]! Du Lie­bes! Wie lan­ge hast Du wohl noch war­ten müs­sen auf eine Nach­richt von mir? Wie oft hast Du ver­geb­lich nach dem Brief­trä­ger aus­schau­en müs­sen? Herz­lie­bes, armes! Erst vori­gen Mitt­woch war es mög­lich, Post von hier auf­zu­ge­ben. Die muß schon sehr schnell […]

06. März 1941

[410306–1‑1] Don­ners­tag, den 6. März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!! Schon wie­der 8 Tage ver­stri­chen – wie­der 8 Tage der schö­nen Jah­res­zeit näher. Du! Heu­te spürt man sie ganz deut­lich in der Luft. Du! Wenn ich für immer bei Dir sein kann, dann fra­ge ich nicht mehr nach Tages- und Jahreszeit – […]

02. Januar 1941

[410102–1‑1] Don­ners­tag, den 2. Janu­ar 1941. Herz­lieb! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Hol­de mein! Läßt mich heu­te so lieb an Dei­nem Syl­ves­ter teil­neh­men! Hast mich so lieb und fest an Dein Herz geschlos­sen! Ach Du! Hast mich ja ein­ge­sperrt in Dein Her­zel – und Dein Hubo – erst hat er sich gefürch­tet, und hat gezö­gert; hat an […]

18. Dezember 1940

[401218–1‑1] Mitt­woch, den 18. Dezem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Hol­de mein! Gelieb­te! Die gro­ße Freu­de erfüllt mich noch ganz. So wie Dir ist’s fried­lich in mir gewor­den. Wie ein Druck ist es von mir gewi­chen. Ich habe ihn wie­der und wie­der lesen müs­sen, Dei­nen Glücks­bo­ten, Du! Es ist doch wie ein Wun­der! Und Dein Traum […]

15. November 1940

[401115–2‑1] Frei­tag, am 15. Novem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland], Du!! Gelieb­ter!! Abend ist es, eher habe ich nun heut[’] nicht Zeit gefun­den Dei­ner zu geden­ken. Es war wie­der ein arbeits­rei­cher Tag. Und ich atme auf, daß es nun Fei­er­abend wer­den will. Du! Heut[’] in einer Woche bin ich nicht Haus­müt­ter­chen, da bin ich Reisedame! […]

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