29. September 1941

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Mon­tag, am 29. Sep­tem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Heu­te beginnt die ers­te Woche ohne Dich, Du!! Mon­tag ist. Und über­mor­gen fängt schon der neue Monat an, Okto­ber. Die Zeit läuft unauf­halt­sam wei­ter – sie läßt sich nicht auf­hal­ten. Und das ist auch gut so, Du!!! Wei­ter­le­sen!

01. März 1941

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Am 1.3.1941 unter­zeich­ne­te Bul­ga­ri­en sei­nen Bei­tritt zum Drei­mäch­te­pakt, hier sind die Unter­schrif­ten von Bog­dan Filow, Ioa­chim Rib­ben­trop, Cia­no und Hiro­shi Oshi­ma auf dem Bei­tritts­pro­to­koll zu sehen. Lizen­ziert unter Wiki­me­dia Com­mons, über Wiki­pe­dia 3/2016.

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Sonn­abend, den 1. März 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Bin doch ein rich­ti­ger Meis­ter. Das ers­te, was ich hier begin­ne, ist, daß ich wie­der schrei­be. Mal sehen, ob ich es noch kann. Alles schläft noch. 7 Uhr ist es, da ich mich her­ein­steh­le in die Bara­cken­welt. Alles schläft – oben in den Bun­kern. Alarm ist gewe­sen (in Kiel nicht), nun wird erst um 8 Uhr geweckt – dazu sind wir Wach­bat­te­rie. Aber etli­che Kame­ra­den schla­fen doch unten, und die möch­te [ic]h nicht stö­ren, und so habe ich mich in die Schreib­stu­be geschli­chen, um gleich ein Stünd­chen mit Dir zu plau­dern. Noch steckt Dein Hubo in der Urlaubs­haut. In einer Stun­de wird sie unbarm­her­zig zer­ris­sen. Aber ich bin Gott­lob [sic] glück­lich am Ziel – nicht am Ziel mei­ner Wahl, Herz­lieb, Du weißt es, das liegt ganz wo anders [sic]! Wei­ter­le­sen!

30. Januar 1941

T&Savatarsm[410130–1-1]

Don­ners­tag, den 30. Janu­ar 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Die ander[e]n haben wie­der Kino – und ich – will lie­ber Mit­tags­stun­de hal­ten mit Dir! Viel, viel lie­ber!!! Du!! Du!!!!! Darf ich denn? Ist denn auch alles schon fein abge­wa­schen und auf­ge­räumt? Sonst pack ich gleich erst noch bis­sel mit zu. Wei­ter­le­sen!

21. Januar 1941

T&Savatarsm[410121–1-1]

Diens­tag, den 21. Janu­ar 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!!

Fei­er­abend ist nun bei mir! Wie fein, daß ich mich in die Schreib­stu­be zurück­zie­hen darf und hier ganz allein im Zim­mer auf dem Ses­sel und am Schreib­tisch des Haupt­feld­we­bels Dei­nen Boten auf den Weg schi­cken kann. Du!! Dein [Roland] hat es so gut. Wei­ter­le­sen!

16. Januar 1941

T&Savatarsm[410116–1-1]

Don­ners­tag, den 16. Janu­ar 1941.

Herz­lieb! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du!! Gelieb­te mein!!

Du!! Weißt wozu ich Lust ver­spü­re? Mir geht es näm­lich wie Dir heu­te, ich weiß gar nichts Beson­de­res heu­te zu schrei­ben und weiß noch nicht, ob die­ser Bogen wird voll wer­den. Also, wozu ich Lust ver­spü­re? Du wäschst Dir doch eben die Haa­re – ein bis­sel dar­in her­um­zu­fit­zen und mal zu sehen, wie Dir der Kno­ten steht, und ob Dei­nem Man­ner­li gefällt, was Dir gar nicht gefal­len will. Wei­ter­le­sen!