11. März 1942

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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 11. März 1942

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein!

Nun war­te ich doch tat­säch­lich mit Dir dar­auf, daß Du end­lich mal ein Zei­chen von mir bekommst und bin nun rich­tig unge­dul­dig mit Dir. Dein Mitt­woch­bo­te: Heu­te ging der Post­bo­te wie­der vor­bei. Dein Don­ners­tag­bo­te: [Du] Bist heu­te noch immer nicht zu mir gekom­men. Ärger­lich ist das, zum Aus­der­haut­fah­ren! Armes, lie­bes Her­ze­lein! Man meint, sol­che Unre­gel­mä­ßig­kei­ten brauch­ten nicht zu sein. Aber die Schuld liegt bei einem der Sam­mel­post­äm­ter. K.‘s Frau klagt eben­so. Im Don­ners­tag­bo­ten schreibt sie, daß sie drei Brie­fe gleich auf ein­mal bekam. Sie liegt eher am Wege – und so kann ich hof­fen, daß Du nun wenigs­tens am Frei­tag von mir Nach­richt erhal­ten hast.

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29. Mai 1938

T&Savatar[380529–1‑1]

31.5.38

L. am 29.5.38

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Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

Sie haben den Anstoß dazu gege­ben, daß ich mich mehr als sonst mit mir selbst beschäf­ti­ge. Auf mei­nen Spa­zier­gän­gen und Wan­de­run­gen sind Sie mein unsicht­ba­rer Beglei­ter und Zuhö­rer, der mich nötigt, Rechen­schaft abzu­le­gen, mich mit­zu­tei­len und ver­ständ­lich zu machen, sind Sie die geheim­nis­vol­le Per­son, die mich nötigt, mei­ne Sachen, mein Leben zu ord­nen. Wei­ter­le­sen!