Trug und Schein: Ein Briefwechsel

22. Februar 1942

[420222–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 22.Febr.1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te H[ilde]! Vor vier­zehn Tagen um die­se Stun­de – […] Uhr [abends] – da ruck­te der Zug an, der mich Dir ent­führ­te, Gelieb­te, da begann die Unru­he der Rei­se, die nun end­lich sich wie­der gelegt hat. Ach Her­ze­lein! Was stürmt und drängt alles zum Her­zen in der […]

05. Oktober 1941

[411005–1‑1] Sonn­tag, den 5. Okto­ber 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]! Der gan­ze Sonn­tag­nach­mit­tag liegt vor mir – offen ste­hen mir Tor und Tür zur Frei­zeit, offen zu ganz belie­bi­ger Ver­wen­dung. (Kame­rad K. ist Schrei­ber vom Dienst) Ach Gelieb­te! Es ist eine fal­sche Frei­zeit – Frei­zeit in der Gefangenschaft.

26. September 1941

[410926–2‑1] Frei­tag, am 26. Sep­tem­ber 41. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Du sitzt im Zuge, schickst viel­leicht gera­de jetzt auch Dei­ne Gedan­ken zu mir – Du! Ach Du! Wie könn­te es wohl anders sein? Du mußt so wie ich zurück­den­ken – zurück an unser uner­meß­li­ches Glück, an die köst­li­chen Stun­den innigs­ter Ver­bun­den­heit und heim­lichs­ter Trau­te – mein gelieb­ter [Roland]! […]

5. August 1941

[410805–1‑1] Diens­tag, den 5. August 1941 Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­lein! Gelieb­te, Du!!!!! Weh­tun, das will ich Dir doch über­haupt nicht! Ich will Dich doch nur ganz sehr lieb­ha­ben! Und nun habe ich Dir doch weh­ge­tan. Leid ist es mir dar­um, Du! Herz­lieb!!!!! Habe ich Dei­ner Lie­be miß­traut? Gelieb­te! Nein! Du!!!!! Wir haben uns miß­ver­stan­den in dieser […]

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