21. Februar 1939

[390221–1-1]

L. am 21. Febr. 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Was vor Jah­ren die Phan­ta­sie unge­wiß ver­lo­ckend und berau­schend aus­mal­te, was dann spä­ter zu gewis­sen Zei­ten als hei­ßes Seh­nen und Ver­lan­gen mich über­kam und in Träu­men mich beun­ru­hig­te, am Sams­tag ward es Wirk­lich­keit: Ich hielt ein Weib in mei­nen Armen. Wei­ter­le­sen!

15. Februar 1939

[390215–1-1]

L. am 15. Febru­ar 1939

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Noch 72 Stun­den, dann weiß ich Sie wie­der bei mir! Heu­te Mitt­woch, der Tag, an dem ich die ers­ten Vor­be­rei­tun­gen tref­fe. Das Zim­mer ist bestellt, die Wärm­fla­sche wird geflim­mert. Wei­ter­le­sen!

13. Februar 1939

[390213–2-1]

O., am 13. Febru­ar 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Zuerst will ich mich recht schön bedan­ken für den Kar­ten­gruß. Das war sehr lieb von Ihnen. Und was Sie da schrei­ben, von Hexen und Geis­tern, das bewog mich nach­zu­den­ken. Wei­ter­le­sen!

11. Februar 1939 [Postkarte]

[390211–1-1]

[Unda­tiert: wohl am 11. Febru­ar 1939]

Lie­be [Hil­de]!

A[ll]ein paar Stun­den ledig aller Pflicht, das Wet­ter eini­ger­ma­ßen! Da hält es mich nicht zu Haus! Wei­ter­le­sen!

09. Februar 1939

[390209–1-1]

L. am 9. Febru­ar 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Sor­gen kom­men, und Sor­gen gehen.“, die­se Wor­te haben mich zum Phi­lo­so­phie­ren ver­lei­tet. Phi­lo­so­phie­ren ist unnütz und unprak­tisch, es ist das Rin­gen um Klar­heit und das Suchen nach der Wahr­heit. Die letz­te Wahr­heit muß dem Men­schen ver­bor­gen blei­ben, trotz­dem sucht er immer wie­der, sie zu ergrün­den. Wei­ter­le­sen