06. März 1939

[390306–2-1]

O., am 06. März 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Mit dem Hei­mat­post­stem­pel kam ges­tern früh Dein lie­ber Brief bei mir an. Ich dan­ke Dir recht sehr dafür.

Bei Dei­ner Nach­richt, daß auch Euch nun der Umzug winkt, habe ich eigent­lich ein wenig bedau­ert, daß Du kein Mädel bist! Ich mein’ Dir hät­te das gar nicht gescha­det, wenn Du den gan­zen Wer­de­gang vom Anfang bis zum Ende mal mit erlebst.

Die Män­ner kom­men mei­ner Ansicht nach beim Umzug immer am bes­ten weg. Nicht, daß ich ihren Ein­satz gering ach­te! Doch zum größ­ten Tei­le [sic] liegt die Arbeit und die Ver­ant­wor­tung auf den Schul­tern einer Frau. Und

Wei­ter­le­sen!

03. März 1939

[390303–1-1]

L. am 3. März 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Auf dei­nen Boten habe ich gewar­tet. Sein Säu­men wird gern ent­schul­digt. Am Mitt­woch­abend war ich so mun­ter, und da wuß­te ich, daß Du mei­ner denkst und wahr­schein­lich an mich schreibst. Gegen 11 Uhr habe ich in Dei­nen Brie­fen gele­sen, gegen ½ 1 bin ich zu Bett, ich habe nur wenig geschla­fen, Du böser Stö­ren­fried. Wei­ter­le­sen!

01. März 1939

[390301–2-1]

O., am 01. März 1939.

Am 26. Febru­ar 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Vor einer Stun­de ging ich schla­fen. Jetzt schlägt die Uhr 11 und ich lie­ge noch wach. Du, ich den­ke an Dich! Ich seh­ne mich so nach Dir! Dar­um muß ich etwas für Dich schrei­ben, dann wird mir leich­ter wer­den. Schläfst Du schon? Ich sen­de Dir einen Gute­nacht­kuß, Du! Wei­ter­le­sen!

26. Februar 1939

[390226–1-1]

L. am 26. Febr. 1939

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Die Fest­lich­kei­ten sind glück­lich vor­bei­ge­gan­gen. Sie stan­den in der zwei­ten Wochen­hälf­te im Mit­tel­punk­te des Inter­es­ses. Ich sah ihnen nicht ohne Span­nung ent­ge­gen. Alle hohen Behör­den, Kreis­lei­ter, Kreis­amts­lei­ter, Schul­rat, sie waren zur Stel­le. Wei­ter­le­sen!

22. Februar 1939

[390222–2-1]

O., am 22. Febru­ar 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Ich stel­le vor­an, was ich mir auf der Heim­fahrt, im Zuge aufschrie[b].

Wie­der allein — mit mei­nem hei­ßen Her­zen. Wei­ter­le­sen!