31. August 1939

[390831–1-1]

S. am 31. August 1939.

Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Heu­te ist Diens­tag. Die­se Zei­len lege ich mir auf dem Dampf­schiff zurecht. Ich habe jetzt einen eigen­ar­ti­gen Schul­weg: Zu Fuß zum Was­ser­fall, mit der Stra­ßen­bahn bis B., mit dem Schiff bis S.. Wei­ter­le­sen!

06. August 1939

[390806–2-1]

O., am 6. August 1939.

Am Don­ners­tag.

Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

So leer ist es jetzt bei uns in den Räu­men. Wei­ter­le­sen!

05. August 1939

[390805–1-1]

K. am 5. August 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Briefmark, DR 1939 687 Automobilausstellung Auto-Union und Mercedes-Benz, Public domain über Wikimedia Commons, eingebettet 07.2014
Brief­mark, DR 1939 687 Auto­mo­bil­aus­stel­lung Auto-Uni­on und Mer­ce­des-Benz, Public domain über Wiki­me­dia Com­mons, ein­ge­bet­tet 07.2014

Nun sit­ze ich tat­säch­lich wie­der in K.. Sprung­haft wie im Kino wech­seln wir mit Auto und Eisen­bahn die Schau­plät­ze. Wenn ich hät­te heim­wan­dern müs­sen, wäre der Abschied län­ger gewor­den. Du hät­test mich bis zur E. beglei­tet. Und dann hät­te ich ja noch oft zurück­bli­cken müs­sen, bis auch der letz­te Schorn­stein­kopf und die Kirch­turm­spit­ze ver­schwun­den wären. Und so lang­sa­mer und all­mäh­lich hät­ten sich auch die Gedan­ken gelöst von dem Ver­gan­ge­nen. Und so wird deut­lich, wie die alte Zeit ohne Auto und Eisen­bahn bes­ser ver­ar­bei­te­te und ver­dau­te. Wei­ter­le­sen!

24. Juli 1939

[390724–2-1]

O., am 24. Juli 1939.

Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Für Dei­nen lie­ben Brief mei­nen herz­lichs­ten Dank, und vor allem auch Dank für die schö­nen Bil­der! Du hast mich sehr erfreut damit.

Den­ke nur, Dei­ne Eltern haben mir ges­tern zur glei­chen Zeit geschrie­ben, eine schö­ne Kar­te vom H.. Sie erwar­ten Dich am Diens­tag erst, dann sieh nur zu, daß Du Ein­laß fin­dest, wenn Du schon heu­te, Mon­tag ankommst!

Wei­ter­le­sen!

21. Juli 1939

[390721–1-1]

L. am 21. Juli 1939.

Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Mit Dei­nem Brief und Dei­ner Über­ra­schung hast Du mir eine recht gro­ße Freu­de berei­tet. Nun kommt mir erst die rech­te Feri­en­freu­de. Feri­en mit Dir, Liebs­te, die Hälf­te aller Tage, so Gott will, wer­de ich mit Dir ver­le­ben! Ich bin Dir so dank­bar für die Über­ra­schung, für Dein lie­bes Geschenk, Du! Bis heu­te war ich noch unent­schlos­sen, ohne rech­ten Plan. Wei­ter­le­sen!