Editorische Bearbeitung

Im All­ge­meinen wird der Text des Orig­i­nals so genau und akku­rat wie möglich in das HTML-For­mat von Word­Press über­tra­gen. Wenn es die tech­nis­che Möglichkeit gibt, eine hand­schriftliche Beson­der­heit zu kennze­ich­nen, wird dies direkt in den Text einge­führt. Wenn nicht, kann von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wer­den, eine Abbil­dung einzufü­gen, um die hand­schriftliche Beson­der­heit zu ver­an­schaulichen. Auf diese Weise wer­den die Anonymität der Fam­i­lie und die wis­senschaftlichen Richtlin­ien der “diplo­ma­tis­chen Ver­schriftlichung” in Ein­klang gebracht.

1. Arbeitsprozess

Ab 2012 hat die dama­lige Pro­jek­tleitung (Prof. Andrew Stu­art Berg­er­son und Dr. Thomas Mund­schick) eine Dig­i­tal­isierung der Brief­seit­en vor­angetrieben. Der Prozess der Umwand­lung von Brief­seit­en in ein Pdf-For­mat und deren  Kennze­ich­nung mit Sig­na­turen dauert derzeit an.

Seit 2012 sind die Briefe von einem wech­sel­nden, Gen­er­a­tio­nen über­greifend­en Team von Akademik­erIn­nen und Bürg­erIn­nen in Deutsch­land, den Nieder­lan­den, Öster­re­ich, und den Vere­inigten Staat­en ver­schriftlicht sowie mit Schlag­wörtern verse­hen wor­den. Diese Arbeit wird von sich gegen­seit­ig unter­stützen­den Paaren durchge­führt, in denen z.B. Ältere, die die alte Schriften ken­nen, mit Jün­geren, die tech­nisch begabter sind, von einan­der prof­i­tieren; oder deutschsprachi­gen Mut­ter­sprach­lerIn­nen und Men­schen, die Deutsch als Zweit­sprache erwor­ben haben.

Unser Ver­schriftlichung-Plat­form Zotero.

Die Mitar­beit­er führen die Arbeit entwed­er in per­sön­lichem Kon­takt oder virtuell durch; alle vor­läu­fi­gen Fas­sun­gen der Briefe wer­den virtuell auf­be­wahrt und sind ständig für die inter­na­tionale Zusam­me­nar­beit zugänglich — zunächst auf der amerikanis­chen Lehrplat­tform Black­board, ab 2015 auf Zotero.

75 Jahre nach dem Brief­da­tum wer­den die Briefe als Posts hier auf Word­Press geblog­gt und als Radio­pro­gramme auf Radio Tonkuh­le gesendet bzw. als Pod­casts zur Ver­fü­gung gestellt.

Eine Über­set­zung ins Amerikanis­che ist für den Blog vorge­se­hen. Ein Schaus­piel auf Amerikanisch auf Basis der Briefe der Jahre 1938 bis 1940 ist bere­its in Arbeit.

Das Archiv für das Pro­jekt liegt derzeit in der Plat­tform UMKC Box (Pass­wort geschützt).

2. Ein laufendes Projekt

Im Ver­gle­ich zu anderen akademis­chen Edi­tions-Pro­jek­ten liegt das Ziel von T&S nicht nur im Abschluss der Edi­tierung und Veröf­fentlichung von his­torischen Briefen, son­dern auch im Arbeit­sprozess selb­st, also in einem laufend­en Pro­jekt unter inter­na­tionaler Bürg­er­beteili­gung. T&S ermöglicht nicht nur eine langfristige Zusam­me­nar­beit zwis­chen Akademik­ern und Laien, Älteren und Jün­geren, son­dern auch zwis­chen deutschen und öster­re­ichis­chen Mut­ter­sprach­lerIn­nen, und Deutschlerner­In­nen aus unter­schiedlichen Län­dern.  Aus diesem Pub­lic-Human­i­ties-For­mat des Pro­jek­ts fol­gt unweiger­lich, dass die hier veröf­fentlichte his­torische Quelle Beson­der­heit­en aufweisen wird:

2.1. Uneinheitliches Format

Natür­lich ver­suchen wir die Briefe so weit wie möglich ein­heitlich  wiederzugeben, jedoch entste­hen kleine Unein­heitlichkeit­en dadurch, dass die Mitar­bei­t­erIn­nen nicht alle Mut­ter­sprach­lerIn­nen und aus­ge­bildete und mit Tran­skrip­tion­srichtlin­ien vor­in­formierte His­torik­erIn­nen sind. Sie verän­dern die Richtlin­ien und Ergeb­nisse für den Blog laufend, d.h. wenn sie die spätere Briefe ken­nen­ler­nen oder neue Mitar­beit­er zusteigen und sich tech­nis­che Neuerun­gen ergeben. Erst am Ende des Pro­jek­ts wer­den die Briefe noch ein­mal über­ar­beit­et und in ein ein­heitlich­es For­mat gebracht. Als laufend­es Pro­jekt sind Vorschläge zur Verbesserung und Kom­mentare des jew­eili­gen Briefes, gerne auch als Email an einen der Pro­jek­tleit­er, sehr willkom­men.

2.2. Veröffentlichungstempo und -lücken

Von 2013 bis 2015 wurde jew­eils genau 75 Jahre nach Versenden des Briefes geblog­gt: T&S, Band I bis III (1938–40). Mit Rolands Ein­tritt in den Krieg im Herb­st 1940 (2015) sind jedoch die Anzahl und Länge der Briefe der­art gestiegen, dass ab Sep­tem­ber das Veröf­fentlichung­stem­po nicht mehr gehal­ten wer­den kon­nte. Es dauerte zwei Jahre (2016 bis 2017), das Jahr 1941, Band IV (2017), abschließen zu kön­nen. Bis Ende 1941 sind jet­zt mit nur kleinen Aus­nah­men (siehe 2.3. Aus­nah­me­fälle) fast alle Briefe nun­mehr veröf­fentlichtEs wird wohl noch mal zwei Jahre dauern, um das näch­ste Jahrgang zu bloggen. Deswe­gen ist der Blog für 1942  für 2018–19 geplant und zurzeit noch als lück­en­haft zu ver­ste­hen. Amerikanis­che Fas­sun­gen von aus­gewählte Briefen aus 1938 bis 1940 sind eben­falls für 2018 geplant.

2.3. Ausnahmefälle

Es gab in der über­liefer­ten Brief­samm­lung ca. 50 Teil­briefe, undatierte Briefe und Brief­seit­en, und zudem Briefe deren Seit­en bis­lang nicht zuzuord­nen waren. Hier Ord­nung zu schaf­fen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor der Blog voll­ständig geheißen wer­den kann.

Solange dieser Zus­tand anhält und ein Brief­da­tum zur Ver­fü­gung ste­ht, erscheint der unvoll­ständi­ge oder Brief mit unge­ord­neten Seit­en im Blog wie über­liefert, bis wir die Ord­nung gesichert kor­rigieren kön­nen. Solche Fälle sind mit [ ] im Text erk­lärt, sowie in den Kat­e­gorien nach­schlag­bar als: Seit­en­ver­wirrung bzw. Unvoll­ständig. Wenn wir Brief­seit­en nach ein­er uns richtiger erscheinen­den Ord­nung umord­nen, wird dies eben­falls immer gekennze­ich­net.

3. Metadaten

3.1 Signatur

Die Sig­natur eines Briefes (z.B. [380504–2-1]) kennze­ich­net den Brief in Bezug auf das Jahr (38), den Monat (05) und den Tag (04), Autor oder Autorin des Briefes (2 für Hilde, 1 für Roland) und ob es der erste, zweite, etc. Brief des Tages war. (Für Zitate, siehe hier.)

Briefe, die geteilt versendet wur­den, sind jew­eils mit ein­er eige­nen Sig­natur verse­hen. Manch­mal schrieben die Ver­fass­er mehrere Briefe, bevor sie sie in einem Briefum­schlag versende­ten. In dem Fall von Briefen, die in einem Umschlag versendet wur­den, sind bei T&S mit ein Sig­natur verse­hen. Die Sig­natur sollte immer mit dem Datum kor­re­spondieren, an dem Hilde oder Roland den Brief abgeschickt haben. Manch­mal schrieben sie einen Brief an dem einem Tag, aber es ist ersichtlich, dass sie ihn erst am anderen Tag abschick­ten.

Auszug aus dem Brief mit Briefnum­mer

Zeitweise haben sie die Briefe stich­weise num­meriert. Manch­mal notieren sie das Datum, an dem sie den vor­ange­gan­genen Brief der anderen Per­son erhal­ten haben. Hier­von sollte man sich nicht ver­wirren lassen. Die Sig­natur kor­re­spondiert mit dem Datum, an dem die Ver­fass­er den Brief abgeschickt haben, auch wenn dies manch­mal etwas Geschick bei der Suche nach Infor­ma­tio­nen aus dem Brief selb­st ver­langte.

Wenn amerikanis­che Fas­sun­gen eines Briefes oder ein­er Seite zur Ver­fü­gung ste­hen, sind sie mit der Nach­silbe “en” in der Sig­natur oder “/en” in der URL verse­hen.

3.2 Schlagworte

Die Briefe auf der Web­site von Word­Press sind mit Schlag­worten verse­hen. Sie sind nicht mit einem wis­senschaftlichen Index zu ver­wech­seln, da die Seite von Word­Press eine Voll­text-Such­funk­tion hat, die es ermöglicht, alle Briefe auf ein­mal zu durch­suchen. Die Tags sind eher darauf aus­gerichtet, auf implizite oder Nebenbe­deu­tun­gen der Briefe hinzuweisen, die nicht durch eine Voll­textsuche nach­schlag­bar wären. Inhalte, die in fast jedem Brief zu ent­deck­en wären, sind auch nicht sys­tem­a­tisch mit Schlag­worten verse­hen wor­den.

3.3 Kategorien

Alle Briefe sind mit dem Monat und Jahr kat­e­gorisiert, in dem sie ver­schickt wur­den, damit Word­Press sie chro­nol­o­gisch einord­net. So ist z.B. der Brief 380504–2-1 am 4. Mai 2013 veröf­fentlicht wor­den und mit der Kat­e­gorie Mai 1938 verse­hen. Andere Kat­e­gorien sind:

Bekan­nt­machung = eine Annonce für das Pro­jekt

Benutzer-Beitrag = Eine Deu­tung der Briefen, die von einem Nutzer geschrieben wor­den ist.

Seit­en­ver­wirrung = Die Seit­en des Briefes machen keinen Sinn in der ein­geliefer­ten Ord­nung.

Unvoll­ständig = Briefe, die plöt­zlich enden, wobei wir die let­zte Seite/n (noch) nicht iden­ti­fiziert haben

3.4 Avatar

Alle Briefe sind mit dem T&S Avatar (s. hier rechts) verse­hen, um Anfang und Ende eines Textes zu kennze­ich­nen. Ein Avatar am Anfang kann durch eine andere Abbil­dung erset­zt wor­den sein,  die mehr über den Inhalt des Briefes aus­sagt.

4. Orthographie

Auszug aus dem Brief.

Das S-z wird in Form des ß ver­wen­det und nicht als ss oder Beta-Sym­bol. Es wird der Schreib­weise von Hilde und Roland und nicht der mod­er­nen Schreib­weise gefol­gt.

5.  Interpunktion

Auszug aus dem Brief mit langem Strich.

Hilde und Roland benutzten Gedanken­striche in ver­schiede­nen Län­gen. Wir ver­wen­den den lan­gen Gedanken­strich ” – ” bei Denkpausen oder am Ende eines Satzes. Den kurzen Gedanken­strich “-” benutzen wir nur als Verbindung zwis­chen zwei Wörtern.

Auszug aus dem Brief: gewellte Markierun­gen

 

Wort­tren­nungsze­ichen im Orig­i­nal ” = ” oder “-” (wie zB “ge-fun­den” links) bleiben nicht in der Ver­schriftlichung erhal­ten, da ein Blog die Lin­ien­län­gen und deswe­gen die Wort­tren­nun­gen je nach Fen­ster, Bild­schirm, oder Sprache ständig verän­dern muß.

 

 

Auszug aus dem Brief, zweimal durchgestrich­enes Fehlschreiben

Fehlschreiben von den Autoren wer­den dieselbe Zeichen wie im Orig­i­nal durchgestrichen und wo nötig mit Abbil­dung ver­an­schaulicht.

 

Auszug aus dem Brief.

 

Hilde und Roland benutzen ver­schiedene Anführungsze­ichen: „…“. Wir benutzen diesel­ben wie im Orig­i­nal, soweit Word­Press sie nicht stan­dar­d­isiert.

Auszug aus dem Brief

 

 

Worte, die Hilde oder Roland nachträglich hinzufügten, wer­den je nach dem Orig­i­nal entwed­er  hochgestellt.oder tiefgestellt.

 

Auszug aus dem Brief

Wenn im Orig­i­nal irgen­dein Ein­fü­gungsze­ichen vorhan­den ist, benutzen wir ^.

 

Auszug aus dem Brief mit Aus­rufze­ichen

 

 

Aus­rufeze­ichen (!) sowie alle weit­ere Inter­punk­tion sind immer genau gezählt und über­nom­men.

6.  Markierungen

Auszug aus dem Brief mit Unter­stre­ichun­gen bzw. Text im roten Tinte.

Textstellen, die im Orig­i­nal in ein­er anderen Farbe geschrieben sind als der restliche Text des Briefes, wer­den in der Farbe des Orig­i­nals wiedergegeben. Wenn der Text im Orig­i­nal seitlich oder unter­halb der Schrift mit Lin­ien oder Unter­malun­gen verse­hen ist, wer­den diese auch in der Tran­skrip­tion unter­strichen. Dies ist nicht mit Hotlinks zu ver­wech­seln.

Auss­chnitt aus dem Brief mit roten Markierun­gen

 

Wenn es sich hier­bei um eine andere Farbe han­delt, wird die Textstelle far­big unter­strichen. Achtung: An dieser Stelle wird auch die Schrift automa­tisch far­big dargestellt, obwohl dies nicht dem Orig­i­nal entspricht, da es sich bei Word­Press sich nicht anders ein­stellen läßt.

Wenn eine Textstelle umran­det ist, wird dies gekennze­ich­net mit einem [*]. Am Ende des Briefes wird der fol­gende Zusatz einge­fügt: [* umkreist].

Beson­ders auf­fäl­lige Stellen, die tech­nisch nicht wie im Orig­i­nal dargestellt wer­den kön­nen, wer­den als Briefauss­chnitte auf der Web­site abge­bildet. Das Kri­teri­um, ob ein Bil­dauss­chnitt aus dem Brief hinzuge­fügt wer­den soll, ist also ob die paläo­grafis­chen Beson­der­heit­en der Briefe kor­rekt durch die HTML-Befehle abge­bildet wer­den kön­nen oder nicht. Beispiel­sweise wenn im Orig­i­nal wellige Randbe­merkun­gen ver­wen­det wur­den oder ein Num­mer eingekreist wor­den ist, oder Roland oder Hilde die Brief­seit­en num­meriert haben fol­gen Abbil­dun­gen, da die tech­nis­chen Möglichkeit­en eine Nachah­mung nicht ermöglichen.

7. Abstände

Auszug aus dem Brief, Seiten­num­mer.

Es wer­den in der Tran­skrip­tion keine Tabs und keine Einsprünge ver­wen­det, auch nicht bei Datum­sangaben, Gruß­formeln oder Unter­schriften. Seit­en­wech­sel wer­den eben­falls nicht gekennze­ich­net, es sei denn ein neuer Brief begin­nt, der gemein­sam mit den vorheri­gen versendet wurde — dann eine Leerzeile einge­fügt. Wenige Briefe wur­den mit Seiten­num­mer verse­hen.

 

Auszug aus dem Brief mit Randbe­merkung

Lediglich eine neue Zeile wird nach Absätzen begonnen, auch wenn im Orig­i­nal mehr Platz ohne Text fol­gt. Wenn die Kor­re­spon­dentIn­nen einen län­geren Freiraum im Fließ­text, also zwis­chen zwei Sätzen, lassen, so kann dies ein Hin­weis auf einen neuen Absatz sein, mit dem auf diese Weise Papi­er ges­part wurde. Wir behan­deln solche Textstellen wie neue Absätze. Manch­mal fügt Word­Press automa­tisch einen Absatz ein, z.B. vor ein­er Abbil­dung, ohne dass es sich im Orig­i­nal um einen neuen Absatz han­delt. Dies ist bei einem Blog lei­der nicht immer zu ver­mei­den.

Randbe­merkun­gen wer­den auf Word­Press nor­mal ein­gerei­ht. Wir notieren sie jedoch mit edi­torischen Bemerkun­gen sowie Abbil­dun­gen.

 

Auszug aus dem Brief mit Notiz zur Bemerkung unten

 

Eine Notiz* mit der eine Bemerkung einge­fügt wurde, wird wie im Orig­i­nal hochgestellt, die Bemerkung sel­ber da einge­fügt, wo sie im Orig­i­nal erscheint.

8.  Einschübe

Edi­torische Ein­schüben wer­den immer mit [ ] markiert.

8.1 Anonymisierung

Abkürzun­gen wer­den ohne Markierung durch [ ] vorgenom­men, also nicht [O.] son­dern wie fol­gt: O. Entste­hen auf diese Weise Abkürzun­gen an einem Satzende, bleibt es bei einem einzi­gen Punkt. Es kann vorkom­men, dass zwei ver­schiedene Ortschaften oder Per­so­n­en in ein und dem­sel­ben Brief mit der gle­ichen Abkürzung abgekürzt wer­den. LeserIn­nen soll­ten sich dessen bewusst sein, dass gle­iche Abkürzun­gen nicht unbe­d­ingt gle­iche Klar­na­men bedeuten! Diese Art der Wieder­gabe stellt aus unser­er Sicht kein Prob­lem dar, son­dern ist für das Ver­wis­chen von Spuren zu den Wohnorten und Iden­titäten von Per­so­n­en sog­ar hil­fre­ich.

8.1.1. Personen

Um die Iden­tität der Kor­re­spon­dentIn­nen und ihrer Ange­höri­gen “so weit wie möglich” zu gewährleis­ten, war es notwendig, ihre Namen durch Pseu­do­nyme zu erset­zten: [Roland Nord­hoff] und [Hilde Laube]. Wenn ihre Nach­na­men ander­weit­ig auf­tauchen, wie z.B. bei Ver­wandten, dann wird  dieser eben­falls im Pseu­do­nym ver­wen­det. Die Vor­na­men ander­er Fam­i­lien­mit­glieder wer­den aus­geschrieben. Von Namen ander­er Per­so­n­en wer­den die Vor­na­men aus­geschrieben, jedoch die Nach­na­men abgekürzt.

8.1.2. Ortschaften

Ort­sna­men größer­er Orte (wie Dres­den, Chem­nitz) und Orte, die weit von den Wohnorten der Haupt­per­so­n­en ent­fer­nt sind, wer­den nicht anonymisiert. Ort­sna­men, die darauf ver­weisen, wo Hilde und Roland wohnen oder während des gemein­samen Briefwech­sels gewohnt haben, wer­den mit dem ersten Buch­staben abgekürzt, oder, wenn das let­zte Wort­teil sehr geläu­fig ist, in der Mitte verkürzt, wie K. oder W.berg. Dies gilt eben­so für Land­schafts­beze­ich­nun­gen die die Wohnorte beze­ich­nen kön­nen, Straßen­na­men, und andere die ortsspez­i­fis­che Hin­weise.

8.1.3. Rolands Einsatzorte

Orte, in denen Roland sta­tion­iert war, wer­den nicht abgekürzt. Wenn der Ort bere­its im Orig­i­nal abgekürzt ist, so wird ein [sic] geset­zt, und der voll­ständi­ge Ort­sname, sofern er bekan­nt ist, einge­fügt: S.[aloniki]. Dabei bleibt der Punkt vor der eck­i­gen Klam­mer erhal­ten.

8.1.4. Öffentliche Verkehrslinien

Zug- und Bus­fahrzeit­en, die direkt auf einen der Wohnorte von Hilde und Roland ver­weisen, wer­den durch […] erset­zt.

8.1.5. Zeitangaben

Hin­ter Zei­tangaben, bei denen das Wort Uhr fehlt, wird dieses einge­fügt: Um 3 [Uhr].

8.2. Auffälligkeiten

8.2.1 Löcher im Brief

Auszug aus dem Brief. Zuge­fügtes Wort am linken Briefrand.

 

In dem häu­fi­gen Fall von fehlen­den Buch­staben, weil an der Stelle das Papi­er gelocht wurde, wird der nahe­liegende Buch­staben einge­fügt und als Ein­fü­gung mit [ ] gekennze­ich­net.

 

8.2.2 Abwe­ichun­gen

Nur Abwe­ichun­gen von der zeit­genös­sis­chen Rechtschrei­bung (nach der Reform von 1902) benötigten Kennze­ich­nung, um heuti­gen LeserIn­nen zu verdeut­lichen, dass kein Tran­skrip­tions­fehler vor­liegt.

Im All­ge­meinen wer­den diese Abwe­ichun­gen durch Ein­fü­gung eines [sic] gekennze­ich­net, wobei [sic] nicht unbe­d­ingt bedeutet, dass der Text inko­r­rekt ist, son­dern dem/der LeserIn bedeuten soll, dass der Text tat­säch­lich so wie angegeben im Orig­i­nal ste­ht. Wenn ein Satz mehrere socher Abwe­ichun­gen aufweist, fügen wir im Sinne der Les­barkeit nur ein [sic] am Satzende ein.

Manch­mal fehlen im Orig­inal­text Sub­jek­te des Satzes. Um auszuschließen, dass es sich hier­bei um einen Tran­skrip­tions­fehler han­delt, ver­wen­den wir in solchen Fällen zwei mögliche Tran­skrip­tio­nen:

1. Bei Ein-Wort-Satzteilen wird kein Sub­jekt, z.B. [Du], einge­fügt, da hier der Dialekt ein­deutig ist. Ein ggf. fehlen­des Kom­ma wird in eck­i­gen Klam­mern ein­fügt, z.B.: “Weißt[,] ich habe gestern an Dich gedacht.”

2. Wenn das Sub­jekt jedoch in län­geren Satzteilen fehlt, wird es in eck­i­gen Klam­mern ergänzt, z.B.: “[Du] Weißt doch noch der Nach­bar…”

8.2.3. Ungewöhnliche Wörter und Wortformen

Im Laufe des Pro­jek­ts haben wir Wörter, die aus Sicht von heuti­gen LeserIn­nen ver­al­tet sind oder dem Dialekt und Idi­olekt von Hilde und Roland entstam­men, unter­schiedlich wiedergegeben. Es tauchen die fol­gen­den Tran­skrip­tio­nen auf:

1.  manch­mal, vorallem in den ersten Briefen, wer­den diese mit dem Hochdeutschen abgeglichen, wie: “bis­sel [biss­chen]”,

2. manch­mal wer­den diese direkt mit dem Duden, Grimm­schen Wörter­buch (inkl. auch regionalen Wörter­büch­er) oder Wik­tionary ver­linkt, um auf neuere Schreib- und Bedeu­tungsweisen hinzuweisen,

Auszug aus dem Brief mit drei ver­schiede­nen Schrift­grossen.

3. manch­mal wur­den diese unverän­dert gelassen und mit “[sic]” verse­hen, da es sich um Idi­olekt han­delt. Wenn diese Worte bzw. diese Wen­dun­gen jedoch sehr oft in den Briefen erscheinen,  bekom­men sie eventuell kein “[sic]”. Sie sind nur hier ange­merkt:

sooo”

gar­nicht” sowie andere Zusam­men­schrei­bun­gen

Sprach­liche Beson­der­heit­en von Hilde und Roland sind so weit wie möglich wie im Orig­i­nal beibehal­ten wor­den, jedoch wurde ggf. die Inter­punk­tion im Sinne der Les­barkeit und um Tran­skrip­tions­fehler auszuschließen angepasst. So z.B.:

hab ich => hab[‘] ich

mirs => mir[‘]s

Fehlende Vokale “e” inner­halb von Worten im Dialekt wur­den in [ ] geset­zt, wie:

unsre => uns[e]re

Vor allem in den späteren Briefen bevorzugten die T&S Mitar­bei­t­erIn­nen die  Lösun­gen 2 und 3.

8.3. Vertiefung bzw. Kontextualisierung

Das Blog-For­mat bietet viele Möglichkeit­en, die Bedeu­tung des Texts zu ver­tiefen bzw. den his­torischen Hin­ter­grund des Briefes zu erhellen.

Giuseppe Verdi by Giovanni Boldini
Gio­van­ni Bol­di­ni, Por­trait von Giuseppe Ver­di, 1886, Gal­le­ria Nazionale d’Arte Mod­er­na, Roma, Ital­ien, Foto: Eduar­do Ruíz-Healy, 10 Octo­ber 2014, Lizen­zfrei über Wiki­me­dia Com­mons, 07.2017.

1. Wenn ein Dialek­t­wort nicht im Duden ste­ht, aber einE Mitar­bei­t­erIn hier­für eine Erk­lärung hat, kön­nen Erk­lärun­gen mit [wohl: …] markiert wer­den oder in einem Kom­men­tar im Anschluß an die Veröf­fentlichung des Briefes erscheinen.

2. Die Mitar­bei­t­erIn­nen unter­legen sta­bile, ver­lässliche, abgesichterte Hotlinks im Brief, um den Tex­tin­halt zu erläutern. Diese Erläuterun­gen kön­nen auch Sprache, Orthogra­phie, Form, Schrift, Inhalt, Hin­ter­grund, usw. betr­e­f­fen.

3. Die Mitar­bei­t­erIn­nen ver­suchen, alle im Orig­i­nal genan­nten Namen von Autoren und genan­nte Werke mit Kennze­ich­nung des Ein­schubs durch [ ] zu klären.

Wernigerode im 19. Jahrhundert, Theodore Hennicke, Wernigerode, aus der Sammlung Duncker, Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 1857-83, herunterladen Juni 2013, http://www.zlb.de/digitalesammlungen/SammlungDuncker/04/181%20Wernigerode.pdf
Wernigerode im 19. Jahrhun­dert, Theodore Hen­nicke, Wernigerode, aus der Samm­lung Dunck­er, Zen­tral- und Lan­des­bib­lio­thek Berlin, 1857–83, herun­ter­laden 06.2013.

4. Die Mitar­bei­t­erIn­nen fügen auch Abbil­dun­gen, Filme, oder Musikvideos in den Blog ein, die eine inhaltliche Kon­tex­tu­al­isierung bieten. Die Möglichkeit­en sind hier von lizen­zfreien Inter­netquellen vorgegeben und die Auswahl den jew­eili­gen Mitar­bei­t­erIn­nen über­lassen.

5. Benutzer haben die Möglichkeit kri­tis­che Bemerkun­gen durch Kom­mentare zu einzel­nen Briefen und mit län­geren Benutzer­beiträ­gen zu ver­fassen und zu veröf­fentlichen.