Einstieg

Hil­de, mit Roland am Lili­en­stein, 25. Sep­tem­ber 1938

Trug & Schein ver­öf­fent­licht den Brief­wech­sel von Roland Nord­hoff und Hil­de Lau­be (bei­des Pseud­ony­me), zwei ‚ganz gewöhn­li­che‘ Deut­sche. Ihre Brie­fe erzäh­len über Gott und die Welt

Deutsch­land in den Gren­zen vom 31.12.1937, Autor zie­gel­bren­ner, 21.10.2008, Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 01.2019.

Ihre Lie­bes­ge­schich­te fing im Mai 1938 in zwei klei­nen Dör­fern in Sach­sen an. Mit der Ein­be­ru­fung Rolands als Sol­dat im August 1940 wei­tet sich der Brief­wech­sel auf das besetz­te Euro­pa aus.

Roland, mit Hil­de am Lili­en­stein, 25. Sep­tem­ber 1938

Durch ihre Lie­bes­brie­fe kön­nen Sie den All­tag des ‚Drit­ten Reichs‘ und des Zwei­ten Welt­kriegs neu erkun­den. Auf die­ser Web­sei­te wird ein inter­na­tio­na­les Publi­kum ein­ge­la­den, an einem Pro­zess des ver­netz­ten und refle­xi­ven Erin­nerns teil­zu­ha­ben und eige­ne Deu­tun­gen zum All­tags­le­ben wäh­rend des Krie­ges zu pos­ten.

Wer sind Hil­de und Roland?

Sie tra­fen sich im Kir­chen­chor. Sie ist 1920, er 1907 gebo­ren. Sie war Arbei­te­rin, er bür­ger­lich. Bei­de waren evan­ge­lisch, gläu­big und im Sin­ne der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Gesetz­ge­bung ‚Ari­er‘. Aber wie stan­den sie zu den Nazis? Zum Krieg? Zu Lite­ra­tur? Zur Ehe? Zu Geschlech­ter­rol­len? Mehr über die Kor­re­spon­den­tIn­nen erfah­ren Sie hier.

Wie­vie­le Brie­fe ent­hält der Brief­wech­sel?

Über 4000. Mehr über die Brief­wech­sel erfah­ren Sie hier.

Sind alle Brie­fe zugäng­lich?

Wir blog­gen die Brie­fe mehr als 75 Jah­re nach dem sie ver­sen­det wur­den. Des­halb wer­den die Brie­fe nach und nach, und nicht alle auf ein­mal gebloggt. Ab 1941/2015 wur­de sie vor­erst lücken­haft gebloggt. (Mehr zur “Ent­schleu­ni­gung” der Geschich­te in dem T&S Pro­jekt erfah­ren Sie hier.)

Was kann man auf die­ser Web­sei­te tun?

Sie kön­nen die Brie­fe erkun­den. Der Blog ist auch durch­such­bar, ver­schlag­wor­tet und kann kom­men­tiert wer­den (eine Anmel­dung ist erfor­der­lich.) Aus­ser­dem sind meh­re­re Pro­jek­te in der Aus­ein­an­der­set­zung mit dn Brie­fen ent­stan­den und es ent­ste­hen ste­tig mehr: eine monat­li­che Radio­sen­dung (auch als Hör­buch), ein Schau­spiel, Vor­trag, Work­shop, Lehr­mo­du­le und ein Com­pu­ter­spiel. Haben Sie eine Idee oder möch­ten Ihre eige­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit den Brie­fen im Blog ver­öf­fent­li­chen? Kon­tak­tie­ren Sie den Pro­jekt­lei­ter.

Die Brie­fe wur­den auf Deutsch ver­fasst. Ver­ein­zel­te Brie­fe sind ins Eng­li­sche über­setzt.

Wis­sen­schaft­ler kön­nen sich hier näher über das Pro­jekt infor­mie­ren, die Brie­fe für wis­sen­schaft­li­che Zwe­cken ver­wen­den bzw. eige­ne wis­sen­schaft­li­che Bei­trä­ge zum Pro­jekt ein­rei­chen.

Leh­ren­de an Bil­dungs­ein­rich­tun­gen kön­nen den öffent­li­chen T&S Lehr­plan in Kur­sen oder Work­shops ver­wen­den.

Ler­nen­de kön­nen hier zu den T&S Unter­richts­ein­hei­ten frei­en Zugang bekom­men.

Das T&S For­schungs­team kann sich hier ein­log­gen.

Wozu?

Ziel die­ses Pro­jekts ist es nicht, wie sonst üblich, die Öffent­lich­keit hin­sicht­lich der NS-Geschich­te zu erzie­hen, son­dern das Publi­kum her­aus­zu­for­dern, neu über die­se Ver­gan­gen­heit nach­zu­den­ken, zu dis­ku­tie­ren und sie neu zu deu­ten.  Die Brief­samm­lung möch­te eine brei­te, kri­ti­sche Begeg­nung mit der NS-Ver­gan­gen­heit anre­gen. Schreib mit!

Wes­halb “Trug und Schein”?

Der Name des Pro­jekts ent­stand aus dem Brief von Roland vom 16.05.1938, in dem er über die dama­li­gen Zei­ten Fol­gen­des schrieb: Trug und Schein ver­hül­len die Wahr­heit, alle Men­schen t[ra]gen irgend­ei­ne Mas­ke, rohe Lust und Begier­de spie­len sich über­all frech auf, und es ist ein Glück, eine Gna­de, wenn man gera­de und unver­bo­gen bleibt, wenn man den Ver­su­chun­gen nicht erliegt und sich den Glau­ben und die Sehn­sucht nach dem Guten, Ech­ten und Edlen her­über­ret­tet…“ (Vgl. 07.05.1942)

Wo kann ich mehr über das T&S Pro­jekt erfah­ren?

T&S ist hier aus­führ­lich dar­ge­stellt. Hier erfah­ren Sie mehr über die wis­sen­schaft­li­chen Theo­ri­en, Metho­den und der Lite­ra­tur, die das Pro­jekt ange­regt haben. Ein Chro­nik zur Ent­wick­lung des Pro­jekts fin­den Sie hier.

Ande­re Fra­gen?

Sie erfah­ren mehr über das Pro­jekt hier. Wei­te­re Fra­gen stel­len Sie ger­ne an die Pro­jekt­lei­tung.