Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Die Briefe

Bergerson, Das Sich-Einschreiben

[Benut­zer­bei­trag: BB220118] Andrew Stuart Ber­ger­son, Kan­sas City Ers­ter Auf­satz zu Hil­de und Roland Hier­in wird gezeigt, wie Hil­de und Roland sich in ihrer jun­gen Bezie­hung und Ver­lo­bungs­zeit 1938–40 in eine NS-Zukunft ‘ein­ge­schrie­ben’ haben und in ihren Lie­bes­brie­fen mit sich, Gott, Eltern und dem Füh­rer ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis auf­ge­bau­ten. Sie­he: Andrew Stuart Ber­ger­son, T&S Mit­her­aus­ge­ber, “Das Sich-Ein­­schrei­­ben […]

31. Oktober 1942

[421031–1‑1]

Sonn­abend, den 31. Okto­ber 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Gelieb­tes Weib!!!

Der letz­te Tag im lan­gen Okto­ber­mo­nat – ach Gelieb­te, er hat mir so unend­lich viel Lie­be gebracht. Der täg­li­che Bote und dazu 4 Nach­züg­ler aus Sofia sind heu­te zu mir gekom­men – oh Du! Du!!!

Nun fehlt nur noch einer, dann ist die Zeit des War­tens und […]

31. Oktober 1942

[421031–2‑1]

Sonn­abend, am 31. Okto­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Ach wie scha­de, daß ich heu­te so wenig Zeit fand, Dein zu den­ken. Du! Mußt mir nicht bös [sic] sein dar­um, wir hat­ten doch noch­mal so reich­lich zu tun mit der Wäsche und mit dem Rei­ne­ma­chen. Die Wäsche ist sämt­li­che tro­cken! Wir haben ja gute, treue Män­ner! Und gegen Abend, als wir Abend­brot […]

30. Oktober 1942

[421030–2‑1]

14.)

Frei­tag, am 30. Okto­ber 1942. Am Abend.

Mein [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter Du! Mein Her­zens­man­ner­li!

Fei­er­abend habe ich nun. Die Uhr zeigt 20 Minu­ten nach 800 [Uhr]. Bin doch eben aus dem Wänn­lein gestie­gen, Du! nach­dem [sic] wir schon den zwei­ten Nach­mit­tag andau­ernd mit Was­ser und Sei­fe zu tun hat­ten! – ja [sic], […]

30. Oktober 1942

[421030–1‑1]

Frei­tag, den 30. Okto­ber 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

So viel­lieb kommst Du heu­te zu mir, gelieb­tes Herz! Vom Mon­tag ist’s der Bote, der zwei­te schon mit der neu­en Num­mer (von S. wur­de noch immer kei­ner nach­ge­schickt! Ich wer­de gele­gent­lich mal anru­fen). So froh ist mein Schät­ze­lein – ohne das Man­ner­li[…]

Nach oben scrollen