Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Unvollständig

25. März 1942

[420325–1‑1a] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 25. März [‘]42 Gelieb­tes Herz! Mein lie­bes, treu­es Weib! Heu­te muß ich aber nun [ein]mal an die ander[e]n Glie­der der Fami­lie den­ken, und Du, Schät­ze­lein, wirst dabei etwas kür­zer kom­men, aber nur im Umfang, nicht in der Herz­lich­keit. Du, ich gera­te ja in Schul­den, über Schul­den, wird gar nicht dau­ern, lau­fen […]

27. Dezember 1941

[411227–1‑1] Sonn­abend, den 27. 12. 41 Her­ze­lein! Du!! Gelieb­tes Weib! Hol­de mein! Heu­te nur eine klei­ne Zwi­schen­sen­dung. Mein Sonn­abend­brief ist noch nicht fer­tig. Ich war vor­hin im Kino und sah einen sehr guten, wert­vol­len Film. “Spie­gel des Lebens”. Ich erzäh­le Dir noch davon. Plea­se fol­low and like us:

23. Dezember 1941

[411223–1‑1] Diens­tag,  den 23. Dez. 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Nun ist doch schon der ers­te Tag in mei­nem neu­en Jahr. Strah­lend blau­er Him­mel, kal­te kla­re Luft, stahl­blau das Meer — nur die Berg­kup­pen sind schnee­be­deckt, sonst erin­nert nichts an Weih­nach­ten und Win­ter. Auch nicht in der Stadt. Ein paar Blu­men­lä­den hal­ten Tan­nen­bäu­me […]

21. August 1941

[4108021–1–1] Don­ners­tag, den 21. August 1941 Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­lein! Mein Her­zens­schatz, Du!!! Was hab[‘] ich doch für ein viel­be­gehr­tes Schät­ze­lein! Alle möch­ten sie mein Wei­berl haben. Und der nun Dein Man­ner­li gewor­den ist, der wollt’ es gar nicht haben – und hat es doch bekom­men – und gibt es nicht wie­der her, Du!!!!! Plea­se […]

23. Juli 1941

[410723–1‑1] Mitt­woch, den 23. Juli 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein! Man­che Tage in unse­rem Leben, wo es auch sei, die ver­lau­fen so glatt und har­mo­nisch, es geht alles von der Hand, geht alles auf wie eine Teil­auf­ga­be ohne Rest – und ande­re Tage sind, da ist’s, als füh­re man über einen Knüp­pel­damm […]

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