09. Juni 1942

[420609–2-1]

112.

Diens­tag, am 9. Juni 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Du!!

Mor­gen schrei­ben wir den Juni schon wie­der zwei­stel­lig – und dann wer­den die Tage rasch ver­ge­hen bis vorn eine 20 steht, Du! 21. 22. 23. 24. –! Und dann hört doch unser Kalen­der auf, gelt?

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11. Januar 1942

[420111–2-1]

Sonn­tag, am 11. Janu­ar 1942.

Her­ze­lein! Schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein [Roland]!

Du!!! Ich bin ja sooo über­glück­lich!

Herz­lieb! Liebs­ter [Roland]! Heu­te kamen Dei­ne bei­den lie­ben, lie­ben Boten an, die noch fehl­ten. Und nun sehe ich doch bestä­tigt, was ich ver­mu­te­te! Du erzählst mir vom Urlaub! Von uns[e]rer kom­men­den, glück­haf­ten Zeit! Du!!!!! Heim­lich und leis und behut­sam, wie ein Schmet­ter­ling sacht sei­ne Füh­ler aus­streckt nach der Blu­me, nach dem Locken­den, von dem man noch nicht weiß, ob es him­mel­ho­he Lust und Selig­keit birgt – oder stil­les Leid. Oh Du! Du!!!

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05. Januar 1942

[420105–2-1]

Mon­tag, am 5. Janu­ar 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­ter [Roland]! Du!!

Ges­tern und heu­te ging der Post­bo­te vor­bei. Es stimmt schon mit der unpas­sier­ba­ren Brü­cke, ich spü­re es doch schon bis hier­her, Herz­lieb! Ob Du auch so spar­sam nur Post bekommst? Du, ich freue mich schon auf den Packen, der ankom­men muß, wenn alles wie­der im alten Geleis läuft! Den­ke doch, was mir alles noch fehlt! Das heißt, wenn Du täg­lich geschrie­ben hast,: Vom 22., 23., 27, [sic] 28., 30. – also mehr will ich vor­der­hand noch gar­nicht [sic] in Hän­den hal­ten.

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03. Januar 1942

[420103–2-1]

Sonn­abend, am 3. Janu­ar 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Schät­ze­lein! Gelieb­ter! Du!!!

End­lich!! Heu­te ist Post gekom­men von Dir! Ach Du! Mein [Roland]! Du weißt ja nicht, wie froh ich bin dar­um! Du!!! Ich bin sooooo froh! Ich habe doch sooo sehn­süch­tig gewar­tet dar­auf! Vom ers­ten und zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag sind die bei­den Boten, die ich bekam. Mon­tag- und Diens­tag­brief ste­hen noch aus. Doch sie kom­men gewiß auch bald nach!

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27. Dezember 1941

Spie­gel des Lebens, Deut­sche Spiel­film, 1938, Bild: Illus­trier­te Film-Kurier, Quel­le: Vir­tu­al Histo­ry, 18.01.2018

[411227–1-1]

Sonn­abend, den 27. 12. 41

Her­ze­lein! Du!! Gelieb­tes Weib! Hol­de mein!

Heu­te nur eine klei­ne Zwi­schen­sen­dung. Mein Sonn­abend­brief ist noch nicht fer­tig. Ich war vor­hin im Kino und sah einen sehr guten, wert­vol­len Film. “Spie­gel des Lebens”. Ich erzäh­le Dir noch davon.

Wei­ter­le­sen!