Bergerson, Das Sich-Einschreiben

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Andrew Stuart Ber­ger­son, Kan­sas City


Ers­ter Auf­satz zu Hil­de und Roland

Hier­in wird gezeigt, wie Hil­de und Roland sich in ihrer jun­gen Bezie­hung und Ver­lo­bungs­zeit 1938–40 in eine NS-Zukunft ‘ein­ge­schrie­ben’ haben und in ihren Lie­bes­brie­fen mit sich, Gott, Eltern und dem Füh­rer ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis auf­ge­bau­ten.
Sie­he: Andrew Stuart Ber­ger­son, T&S Mit­her­aus­ge­ber, “Das Sich-Ein­schrei­ben in die NS-Zukunft: Lie­bes­brie­fe als Quel­le für eine All­tags­ge­schich­te der ‘Volks­ge­mein­schaft.’” In: Der Ort der “Volks­ge­mein­schaft” in der deut­schen Gesell­schafts­ge­schich­te, her­aus­ge­ge­ben v. Det­lef Schmie­chen-Acker­mann, Mar­lis Buch­holz, Bian­ca Roitsch, Karl H. Schnei­der, Chris­tia­ne Schrö­der, Pader­born: Fer­di­nand Schö­ning, 2018, S. 223–41.

Forster, Erotischer Austausch

Forster, Erotischer Austausch – Sexualität in Briefen

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Anni­na Fors­ter, Wien


Selbst­kon­struk­ti­on und -insze­nie­rung im Natio­nal­so­zia­lis­mus

In fol­gen­dem Auf­satz möch­te ich die Geschich­te von Roland und Hil­de aus einem phy­si­schen Blick­punkt her­aus betrach­ten: Dem der Sexua­li­tät. Ich wer­de mich mit der sexu­el­len Kom­po­nen­te ihrer Bezie­hung beschäf­ti­gen und ver­su­chen fest­zu­stel­len in wie weit die­se aus den Brie­fen her­aus­zu­le­sen ist. Hier­zu habe ich mich mit der Geschich­te des Brie­fes aus­ein­an­der­ge­setzt, wobei mein Haupt­au­gen­merk auf per­sön­li­chen Brie­fen und Lie­bes­brie­fen lag; habe ver­sucht die Geschich­te der Sexua­li­tät und vor allem den gesell­schaft­li­chen Umgang mit Inti­mi­tät in die­ser Zeit nach­zu­voll­zie­hen. Des Wei­te­ren war es mein Ziel her­aus­zu­fin­den wel­che Rol­le die Sexua­li­tät für Hil­de und Roland spielt und inwie­fern sie ihr in ihren Brie­fen Aus­druck ver­lei­hen. Wei­ter­le­sen!

Eichler-Schwarzkopf, Selbstkonstruktion und — inszenierung

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Danie­la Eich­ler-Schwarz­kopf, Wien


Selbst­kon­struk­ti­on und -insze­nie­rung im Natio­nal­so­zia­lis­mus

Die­ser Bei­trag prä­sen­tiert die Selbst­kon­struk­ti­on und -insze­nie­rung der Lie­ben­den Hil­de und Roland kurz vor ihrer Hoch­zeit im August 1940. Die Brie­fe der bei­den geben unter ande­rem einen Ein­blick in ihren pri­va­ten All­tag, ihre Denk­wei­sen und Wert­ur­tei­le sowie den Ein­fluss der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Poli­tik. Ich ana­ly­sie­re Sequen­zen zwei­er Brie­fe aus eth­no­lo­gi­scher Sicht­wei­se unter Ein­be­zie­hung his­to­ri­scher, sprach-, sozi­al- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­cher Aspek­te. Davon aus­ge­hend, dass die Braut­leu­te der pro­pa­gan­dis­ti­schen Indok­tri­na­ti­on des NS-Regimes unter­lie­gen und die­se in die Lie­bes­be­zie­hung der bei­den hin­ein­reicht, zei­ge ich die Aus­wir­kun­gen auf Hil­des und Rolands Auf­fas­sung von Geschlech­ter­rol­len und Part­ner­schaft sowie den Ein­fluss tra­di­tio­nel­ler Ein­stel­lun­gen und Wert­ori­en­tie­run­gen.

“Eich­ler-Schwarz­kopf, Selbst­kon­struk­ti­on und — insze­nie­rung” wei­ter­le­sen

Schyga, Das Sein hat ein Gedächtnis

TS_contributor_avatar-smPeter Schyga, Hannover [BB130526]

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Das Sein hat ein Gedächt­nis[1]

Erin­nern heißt in der Gegen­wart leben, um die Zukunft vor­zu­be­rei­ten. Erin­ne­rung ist ein Gut, das Men­schen zu Men­schen macht. Weil ohne das Wis­sen dar­um, wie wir gewor­den sind, wie wir sind, mensch­li­che Exis­tenz nicht mög­lich ist. In unse­rer schnell­le­bi­gen, auf mate­ri­el­lem Besitz und ego­is­ti­schem Den­ken ori­en­tier­ten Leben kommt die Erin­ne­rung oft­mals zu kurz. Es ist nicht die Nost­al­gie, als eine Form der Her­auf­be­schwö­rung von schein­bar bes­se­ren Zustän­den in der Ver­gan­gen­heit, die uns dabei inter­es­siert – „Frü­her war alles bes­ser“ – son­dern ein Nach­den­ken dar­über, wel­che Ereig­nis­se uns als Indi­vi­du­en und Volk betrof­fen haben. “Schy­ga, Das Sein hat ein Gedächt­nis” wei­ter­le­sen