Trug und Schein: Ein Briefwechsel

27. Dezember 1941

[411227–1‑1] Sonn­abend, den 27. 12. 41 Her­ze­lein! Du!! Gelieb­tes Weib! Hol­de mein! Heu­te nur eine klei­ne Zwi­schen­sen­dung. Mein Sonn­abend­brief ist noch nicht fer­tig. Ich war vor­hin im Kino und sah einen sehr guten, wert­vol­len Film. “Spie­gel des Lebens”. Ich erzäh­le Dir noch davon. Plea­se fol­low and like us:

05. November 1941

[411105–1‑1] [Salo­ni­ki] den 5. Nov. 1941 Her­ze­lein, Du! Liebs­te, Herz­al­ler­liebs­te mein! Du!!! Dein Man­ner­li muß­te sich doch so schnell los­rei­ßen ges­tern – nein, heu­te früh war’s, daß ich den Boten fer­tigschrieb, daß ich Dich so lieb fest­hal­ten muß­te und mich doch am liebs­ten gar nim­mer getrennt hät­te von Dir! Ges­tern abend war es so unru­hig […]

23. Juli 1941

[410723–1‑1] Mitt­woch, den 23. Juli 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein! Man­che Tage in unse­rem Leben, wo es auch sei, die ver­lau­fen so glatt und har­mo­nisch, es geht alles von der Hand, geht alles auf wie eine Teil­auf­ga­be ohne Rest – und ande­re Tage sind, da ist’s, als füh­re man über einen Knüp­pel­damm […]

20. Juli 1941

  [410720–1‑1] Sonn­tag, den 20. Juli 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz. Gelieb­te! Mein lie­bes Weib!! Du bist nun heu­te wie­der sooo reich bei mir ein­ge­kehrt – und nun hat doch der Sonn­tag erst recht wie­der sei­nen Glanz, und in mei­nem Her­zen ist Eitel, Glanz und Son­nen­schein. Und es ist ein ganz inner­li­cher rech­ter Glanz, der […]

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