Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Bd. V (1942)

11. Februar 1942

[420211–1‑1] Wien, den 11. Febru­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­te mein! Nun ist Dein Bub wie­der ein rich­ti­ger Wel­ten­bumm­ler, steigt ganz ledig und frei und allein in der Welt umher – und ist doch Dein Bub, ganz Dein Bub! Du weißt: Du kannst ihn ganz allein in die wei­te Welt schi­cken, in alle Win­de – er bleibt Dir […]

10. Februar 1942

[420210–2‑1] Diens­tag, am 10. Febru­ar 42 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein [Roland]! Du!! Dein Frau­chen ist doch noch so ganz an die Fei­er­ta­ge mit sei­nem Her­zens­man­ner­li gewöhnt. Eben ist der Brief­trä­ger vor­bei, der aber nur von G. etwas brach­te, just zur glei­chen Zeit war Dein Frau­chen fer­tig mit der Mor­gen­toi­let­te! Ja! So spät ist es […]

10. Februar 1942

[420210–1‑2] Wien, den 10.2.42 Herz­al­ler­liebs­te! Her­zens­schät­ze­lein! Dein Büb­chen ist wie­der im Stüb­chen! [Es] Ist ein rich­ti­ges Jung­ge­sel­len­stüb­chen mit einem Bett, einem Sofa, Tisch, Schrank, Stuhl. [Es] Ist wohl auch gar ein Jung­ge­sel­le, der dar­in wohnt? Nur eine kann es beschwö­ren, daß er kei­ner mehr ist, daß der Hubo schon ein­mal ganz neu­gie­rig war – ein­mal? […]

10. Februar 1942

[420210–1‑1] Wien[,] am 10. Febr.[uar] 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Eben hät­test Du Dein Man­ner­li sehen tri­um­phie­ren kön­nen. Ich habe nach man­chem Hin- und Her­lau­fen eine Hotel­be­wil­li­gung erlangt. Hur­ra! Ja? Du! Dein Man­ner­li hat gar einen har­ten Kopf. Nun kann ich wie­der in einem Stüb­chen ganz für mich schla­fen – für mich mit mei­nem Schät­ze­lein […]

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