Trug und Schein: Ein Briefwechsel

27. März 1942

[420327–1‑1a] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 27. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Herz! Frei­tag­abend – wie­der ver­ron­nen eine Woche. Die nächs­te sieht uns schon vor dem Oster­fest. Die Grie­chen fei­ern es an den­sel­ben Tagen. Oster­fest – es wird daheim noch wenig öster­lich aus­schau­en nach die­sem har­ten Winter.

27. März 1942

[420327–2‑1] 46. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Schät­ze­lein, Du! Du! Abend ist, da ich zu Dir kom­me, wir haben schon das Licht ange­zün­det; 8 Uhr zeigt unser Wecker. Oh Her­ze­lein! Das war ein lan­ger, hei­ßer Tag heu­te – und eine gar kur­ze Nacht, für Dein Murmeltierchen!! 

26. März 1942

[420326–2‑1] 45. Don­ners­tag, am 26. März 1942. Her­zens­schätz­chen! Mein aller­liebs­ter Roland! Du! Es ist noch ganz zei­tig am Tage, da ich zu Dir kom­me, Du! Erst kurz vor 8 Uhr! Ich bin schon längst auf. Hab[‘] schon Fleisch geholt, und Dei­nen Brief zur Post getra­gen. Heu­te ist´s käl­ter drau­ßen, die Son­ne scheint auch nicht. Nun sitze […]

25. März 1942

[420325–1‑1a] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 25. März [‘]42 Gelieb­tes Herz! Mein lie­bes, treu­es Weib! Heu­te muß ich aber nun [ein]mal an die ander[e]n Glie­der der Fami­lie den­ken, und Du, Schät­ze­lein, wirst dabei etwas kür­zer kom­men, aber nur im Umfang, nicht in der Herz­lich­keit. Du, ich gera­te ja in Schul­den, über Schul­den, wird gar nicht dau­ern, lau­fen die […]

Nach oben scrollen