14. März 1942

[420314–1-1]

[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 14.3.42

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Sonn­abend­abend. Es ist eben 8 Uhr vor­bei. Warm ist’s in unser[e]m Stüb­chen. Kame­rad K. hat sich eben ins Nach­bar­zim­mer bege­ben zum Skat­a­bend. Dar­auf hat doch das Man­ner­li gewar­tet. Nun kann es ganz unge­stört mit Dir plau­dern, ganz lieb Zwie­spra­che hal­ten, gelieb­tes Herz!

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27. März 1942

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[Salo­ni­ki] Frei­tag, den 27. März 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Herz!

Frei­tag­abend – wie­der ver­ron­nen eine Woche. Die nächs­te sieht uns schon vor dem Oster­fest. Die Grie­chen fei­ern es an den­sel­ben Tagen. Oster­fest – es wird daheim noch wenig öster­lich aus­schau­en nach die­sem har­ten Win­ter.

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26. März 1942

[420326–2-1]

45.

Don­ners­tag, am 26. März 1942.

Her­zens­schätz­chen! Mein aller­liebs­ter Roland! Du!

Es ist noch ganz zei­tig am Tage, da ich zu Dir kom­me, Du! Erst kurz vor 8 Uhr! Ich bin schon längst auf. Hab[‘] schon Fleisch geholt, und Dei­nen Brief zur Post getra­gen. Heu­te ist´s käl­ter drau­ßen, die Son­ne scheint auch nicht. Nun sit­ze ich vor[‘]m wei­ßen Bogen und den­ke Dein, wäh­rend neben­bei das Mit­tag­essen kocht. Reis mit Rind­fleisch und jun­gen Erb­sen gibt[‘]s . Dann will ich alles fein in Ord­nung brin­gen in der Woh­nung, denn ab Mit­tag sind wir im Wasch­haus.

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25. März 1942

[420325–2-1]

44.

Mitt­woch, am 25. März 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein herz­lie­ber [Roland]! Du!

Heu­te ist nun doch erst der Abend her­an­ge­kom­men, ehe ich mich zu Dir set­zen kann. Laß Dir erzäh­len.

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25. März 1942

[420325–1-1a]

[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 25. März [‘]42

Gelieb­tes Herz! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Heu­te muß ich aber nun [ein]mal an die ander[e]n Glie­der der Fami­lie den­ken, und Du, Schät­ze­lein, wirst dabei etwas kür­zer kom­men, aber nur im Umfang, nicht in der Herz­lich­keit. Du, ich gera­te ja in Schul­den, über Schul­den, wird gar nicht dau­ern, lau­fen die Beschwer­den ein. Ach Du! Ich kann mich doch gar nicht tren­nen von Dir, wenn ich an Dei­nem bBoten schrei­be – ich kann mei­ne Gedan­ken auf gar nichts ande­res rich­ten. Die lie­be Mutsch wird auf ein Zei­chen war­ten, die K.er Eltern, Sieg­fried ist wie­der [ein]mal dran, usw. usw. Aber Du kommst ganz zuerst dran heu­te! Und an den Schluß will ich nur noch den Gute­nacht­kuß hän­gen.

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