Trug und Schein: Ein Briefwechsel

24. Mai 1942

[420524–1‑1] Pfingst­sonn­tag, den 24. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Nun haben sich alle wie­der­ein­ge­fun­den, um den [Roland] in ihre Mit­te zu neh­men – heu­te nun auch, ganz pünkt­lich zum lie­ben Pfingst­fes­te die lie­be Mutsch zugleich für den lie­ben Vater. Plea­se fol­low and like us:

22. Mai 1942

[420522–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 22. Mai 1942 Lie­be, lie­be [Hil­de]! Teu­res, gelieb­tes Weib! Du!!! Mein!!! Her­ze­lein! Gelieb­te! Nun kommst Du zu mir mit Dei­ner Sehn­sucht. Nun kommt zu mir der Strom Dei­ner Lie­be! Dei­ner Sehn­sucht! Oh Her­ze­lein! Daß ich ihn ganz auf­neh­men müß­te, aller Lie­be Über­fluß! Daß du immer zu mir fin­den möch­test damit! Daß nim­mer eine […]

21. Mai 1942

[420521–2‑2] Don­ners­tag, am 21. Mai 1942. Mein gelieb­tes Her­zens­schät­ze­lein! Mein Gold­her­ze­lein! Eben habe ich an die Eltern und an Sieg­fried zugleich geschrie­ben und ihm eine fro­he Heim­kehr gewünscht. Nein, so ein freu­di­ge Über­ra­schung, gelt? Daß unser Klei­ner nun doch noch heim­kommt. Ich gön­ne ihm von gan­zen [sic] Her­zen einen lan­gen Urlaub. Ger­ne möch­te ich ihn auch […]

21. Mai 1942

[420521–1‑2] [Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 21. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! [Ich] Bin doch schon wie­der bei Dir, Du!!! Mit­tag­stun­de ist, [sie] dau­ert doch jetzt über 4 Stun­den. Und heu­te ist es doch gar nicht so schwül. Ein fri­scher Wind hat sich auf­ge­macht und macht den war­men Tag ange­nehm. Und so bleibt vom Mit­tags­tünd­chen gleich […]

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