Trug und Schein: Ein Briefwechsel

25. Mai 1942

[420525–2‑1] Am 2. Pfingst­fei­er­tag 1942. Mein lie­bes gutes Her­ze­lein! Du!! Gelieb­ter!! Mein [Roland]! [Du] Wirst Dich wun­dern, daß das Geschrie­be­ne aus Blei­stift ist? Ich sit­ze unten im Gar­ten im Lie­ge­stuhl, die Bei­ne hoch­ge­zo­gen und auf mei­nen Kni­en liegt der Schrei­be­block, auf den ich mein Brief­lein an Dich schrei­ben will. Ob ich es am Abend noch­mal […]

25. Mai 1942

[420525–1‑1] [Salo­ni­ki] Pfingst­sonn­tag, den 25.Mai 1942 Her­zen­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heiß ist der Tag, kaum ein Wölk­chen am Him­mel. Wäre ich daheim, es lit­te mich nicht im Zim­mer, ich müß­te hin­aus in Flur und Wald. Aber es ist zu heiß und die­ses Land hier ist zu öde, ist erbar­mungs­los der Son­ne aus­ge­setzt. Gern […]

22. Mai 1942

[420522–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 22. Mai 1942 Lie­be, lie­be [Hil­de]! Teu­res, gelieb­tes Weib! Du!!! Mein!!! Her­ze­lein! Gelieb­te! Nun kommst Du zu mir mit Dei­ner Sehn­sucht. Nun kommt zu mir der Strom Dei­ner Lie­be! Dei­ner Sehn­sucht! Oh Her­ze­lein! Daß ich ihn ganz auf­neh­men müß­te, aller Lie­be Über­fluß! Daß du immer zu mir fin­den möch­test damit! Daß […]

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