Trug und Schein: Ein Briefwechsel

08. Juni 1942

[420608–1‑1] Mon­tag, den 8. Juni 1942 Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Abend ist nun. Und nun drängt es mich, Dir mei­ne Lie­be zu brin­gen, ein­zu­keh­ren bei Dir. Ach Her­ze­lein! Es geht mir doch eben wie Dir: Ich fän­de kei­ne Ruhe eher, bis ich nicht noch mit Dir Zwie­spra­che gehal­ten habe – und die Sehnsucht […]

07. Juni 1942

[420607–1‑1] Sonn­tag, den 7. Juni 1942 Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Mein Leben, Du! Und nun zu mei­nem Her­ze­lein! Ja, bis jetzt habe ich näm­lich mit den lie­ben Eltern gere­det – und Du hast doch dahin­ter gestan­den und ich muß­te doch dabei immer ein­mal nach Dir aus­schau­en, nach mei­nem Liebs­ten, Herz­al­ler­liebs­ten in der Welt, Du! Du!!!

04. Juni 1942

[420604–1‑1a] Don­ners­tag, den 4. Juni 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de] Gleich wird es ganz still sein im Hau­se. Die Kom­pa­nie steht unten ange­tre­ten. Sie soll an der Bei­set­zung eines Matro­sen teil­neh­men, der durch leicht­sin­ni­gen Umgang mit der Schuß­waf­fe sein Leben ver­lor. Um 3 Uhr ist es am Nach­mit­tag. Den drit­ten Tag nun schon das glei­che Wetter: […]

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