28. Februar 1942

[420228–2-1]

Sonn­abend, am 28. II. 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland]!

Ich kann nicht ein­schla­fen, ohne ein Wort zu Dir geschrie­ben zu haben. Du!!! Und dar­um set­ze ich mich noch heu­te, zu nächt­li­cher Stun­de vor den Bogen und den­ke an Dich, Schät­ze­lein liebs­tes! Der heu­ti­ge Tag war so ange­füllt wie­der mit aller­lei Geschäf­ten und Arbeit, sodaß ich erst gegen Abend zum Ver­schnau­fen kam. Aber auf mei­nem heu­ti­gen Abend­pro­gramm stand doch: Aus­gang – zum Kla­vier­abend.

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28. Februar 1942

[420228–1-1]

[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 28 Febr. 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Du! Mein lie­bes, teu­res Herz!

Den letz­ten schrei­ben wir nun heu­te vom kur­zen Monat Febru­ar. Er war uns gar hold, der kur­ze Monat Febru­ar, im vori­gen Jah­re und in die­sem wie­der. Und der nun fol­gen­de, der Monat März? Im ver­flos­se­nen Jah­re ^hat er mich Dir ent­führt. Was wird er uns dies­mal brin­gen? Du! Du!!! Ich war­te mit Dir, ganz fein gedul­dig – und hof­fe mit Dir! Und Du hoffst mit mir, Du Lie­be!

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27. Februar 1942

[420227–2-1]

Frei­tag, am 27. II. 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Es ist bei­na­he ½ 10 Uhr abends, da ich mich zu Dir set­ze, um mit Dir zu plau­dern. Eigent­lich bin ich schon sehr müde; denn ich habe von früh­mor­gens bis vor­hin gear­bei­tet: Monats­en­de = Groß­rei­ne­ma­chen im Flur; das Tau­wet­ter zwang mich auch, Fens­ter zu put­zen – nicht alle! – denn die sahen mise­ra­bel aus. Wegelau­fen war ich gleich am Vor­mit­tag, auch auf dem Post­amt war Vaters Ren­te zu holen.

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27. Februar 1942

[420227–1-1]

Frei­tag, den 27. Febru­ar 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Du mei­ne [Hil­de]!

Mor­gens zwi­schen drein und vie­ren [sic] – ich glaub[‘], so hebt ein [Volks]Lied [von Bet­ti­na von Armin, 1805] an, und wenn nicht, eben mein Brief. Ich war ganz von sel­ber mun­ter zu mei­ner Wache von drei bis sie­ben Uhr. [Ich] War eben aus Träu­men auf­ge­wacht, als der Kame­rad mich wecken woll­te.

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26. Februar 1942

[420226–2-1]

Don­ners­tag, am 26.II.1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Her­zen­schät­ze­lein! Du!!!

End­lich! End­lich! O wel­che Freu­de! Heu­te bekam ich zwei lie­be, lie­be Boten von Dir. Ach wie bin ich doch nun froh!!! Her­ze­lein! Du bist nun wie­der bei mir! [Du] Hast wie­der den Weg gefun­den über alle Fer­ne! Ach Du!! Ich bin so glück­lich! Ganz lieb umfan­gen möch­te ich Dich doch jetzt, vor Glück und Freu­de, Du! Dich fest, ganz fest an mich drü­cken, aus Lie­be, Lie­be und Dank­bar­keit! Oh Du! Dem Herr­gott sei Lob und Dank für sei­ne Güte! Er hat Dich mir behü­tet, Du!

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