Trug und Schein: Ein Briefwechsel

1942 Dezember

07. Dezember 1942

[421207–2‑1]

47.) 

Am 2. Advent­sonn­tag 1942.

Gelieb­tes teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Nun wird es aber höchs­te Zeit, daß ich mich zu Dir set­ze, Du! Es hat mich doch schon paar­mal [sic] geschluckt, das wirst Du doch sein, der ans Tele­fon kommt! Du! Bei Dir ist die Uhr ja schon 9 [Uhr] vor­bei, wirst viel­leicht noch beim Heim­den­ken sein mein Lie­bes, gelt?

05. Dezember 1942

[421205–2‑1]

46.)

Sonn­abend, am 5. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]!

Du! Guten Mor­gen! Guten Mor­gen! Ganz artig kom­me ich zu Dir. Du! Bin ja schon so mun­ter, Her­ze­lein! Daß ich gleich mal hin zu Dir käme, Dir einen Streich zu spie­len, – als Druck­feh­ler­teu­fel, Tin­ten­spatz. Ach Du!

05. Dezember 1942

[421205–2‑2]

46.)

Sonn­abend­abend, am 5. Dezem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber guter [Roland]! Herzallerliebster!

Jetzt ist Abend. ½ 8 zeigt die Uhr. Du! Ich hab doch müs­sen rich­tig lachen heu­te, als Du mir in Dei­nem lie­ben Mon­tag­brief noch­mal rich­tig die Zeit­ver­hält­nis­se auseinandersetzt.

04. Dezember 1942

[421204–2‑1]

45.)

Frei­tag, am 4. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein herz­lie­ber [Roland]!

Ich bin bei Dir, Gelieb­ter!! Bin bei Dir! Ah Du!! Du!! 

Ganz still möch­te ich neben Dir sit­zen nun, Hand in Hand, Schul­ter an Schul­ter gelehnt – oh Du! Wang [sic] gegen Wan­ge geschmiegt. Gelieb­ter! Ich seh­ne mich so sehr nach Dei­ner Nähe! Du!!! Du!!!

03. Dezember 1942

[421203–2‑1]

Don­ners­tag­mor­gen, am 3. Dezem­ber 1942. 

Gelieb­ter!

Ich bin bei Dir! Du! Es ist noch früh­mor­gens und ich muß doch ganz schnell ein­mal zu mei­nem Schät­ze­lein kom­men, Du! Du!!! 

Ich hab Dich lieb! Du!!! Ich küs­se Dich! Her­zens­schatz! Mein!!! Du! Ich habe von Dir geträumt heu­te Nacht. Ich kann mich so recht gar­nim­mer besin­nen. Aber Du warst in mei­nem Traum! 

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