Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Bd. V (1942)

19. November 1942

Don­ners­tag, am 19. Novem­ber 42. 

Her­zen­schät­ze­lein! Ich sit­ze jetzt in Dres­den im War­te­saal, es ist ¾ 11 Uhr und 11[…] geht mein Zug wei­ter nach K.. Ein Tisch gehört mir hier allein! Psst – wie lan­ge? Kann mir doch jetzt kein Mensch über die Schul­ter schau­en oder in den Brief gucken, wenn ich Dir ein Küß­chen gebe ein ganz, ganz liebes. 

16. November 1942

29.)

Mon­tag­abend, am 16. Novem­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­bes, herz­lie­bes Man­ner­li! Mein [Roland] !

Hast Du ein lie­der­li­cher Wei­bel! Es ist schon 800 [Uhr] abends und da ist es erst aus der Groß­stadt heim­ge­kom­men – gleich zum Mon­tag! – und nun sitzt es doch schon bei Dir und denkt ganz lieb Dein! Ach Du!! Hab doch eben mein ein­sa­mes Abendbrot […]

15. November 1942

Sonn­tag, am 15. Novem­ber 1942.

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein aller­liebs­ter [Roland] ! Du!!

Heu­te kom­me ich aber ganz zei­tig am Nach­mit­tag zu Dir! Es ist gleich erst 1 Uhr vor­bei. Wie sind schon fer­tig mit allem und wol­len nun Sonn­tag hal­ten. Papa muß zwar schla­fen, damit er heu­te im Nacht­dienst nicht […]

14. November 1942

27.)

Sonn­abend, am 14. Novem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du! 

Ach Her­zens­man­ner­li, end­lich! Was doch alles erst getan sein will, ehe ich zu Dir kom­men kann. Aber eher fin­de ich auch nicht Ruhe, bei Dir zu sit­zen. Die Mutsch kocht Mar­me­la­de und will anschlie­ßend plät­ten. Es liegt noch aller­lei da von der Wäsche her. Ich habe all meine […]

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