11. Januar 1942

[420111–1‑1]

Schlag­wor­te: Leh­rer­brief: Schön­heit Ita­li­ens; Sehn­sucht: rei­sen, Zwei­sam­keit; Lie­be beschwö­ren: Zwei­ein­sam­keit; erdul­denTran­skrip­ti­on: Chris­tia­ne Scholz-Munt­schick — Uta Ber­ger — Mari­sa Mindt / Göt­tin­gen

[Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 11. Janu­ar 1942

Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de, Gelieb­te mein!

Eigent­lich soll­te ich jetzt an die herr­li­che Luft gehen! Ach Schät­ze­lein! Was ist das für ein Gesta­de! Seit 4 Tagen ist es so mil­de! [Es] Hat 2 Tage gereg­net und nun hat es auf­ge­hört. Ges­tern waren wohl min­des­tens 20 Grad Wär­me in der Mit­tag­son­ne. Vor zwei Stun­den war der Him­mel noch umzo­gen. [Er] Schau­te groß, still und ver­son­nen mit sei­nen gro­ßen Wol­ken­schif­fen am Hori­zont zu sei­nem Spie­gel, dem Meer mit sei­nen Segel­schif­fen. Es ist ja hier gar kein Meer, ist eine gro­ße Bucht, ein See, fast ruhend im umar­men­den Lan­de.

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11. Januar 1942

[420111–2‑1]

Sonn­tag, am 11. Janu­ar 1942.

Her­ze­lein! Schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein [Roland]!

Du!!! Ich bin ja sooo über­glück­lich!

Herz­lieb! Liebs­ter [Roland]! Heu­te kamen Dei­ne bei­den lie­ben, lie­ben Boten an, die noch fehl­ten. Und nun sehe ich doch bestä­tigt, was ich ver­mu­te­te! Du erzählst mir vom Urlaub! Von uns[e]rer kom­men­den, glück­haf­ten Zeit! Du!!!!! Heim­lich und leis und behut­sam, wie ein Schmet­ter­ling sacht sei­ne Füh­ler aus­streckt nach der Blu­me, nach dem Locken­den, von dem man noch nicht weiß, ob es him­mel­ho­he Lust und Selig­keit birgt – oder stil­les Leid. Oh Du! Du!!!

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10. Januar 1942

[420110–1‑1]

Sonn­abend, den 10. Janu­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]. Du! Mein! Mein!!!

Sonn­abend ist. Um 5 Uhr haben wir Lis­ten, Akten und Schrän­ke zuge­klappt – Fei­er­abend. Am Sonn­abend ist die­ser Fei­er­abend doch um ein paar Grad freund­li­cher, ein­mal ein wenig frü­her und dann mit der Aus­sicht auf ein paar Stun­den Frei­zeit mehr. Wei­ter­le­sen!

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09. Januar 1942

[420109–1‑1]

[Salo­ni­ki] Frei­tag, den 9. Janu­ar 1942

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Schät­ze­lein! Vor­wärts drängt die Zeit – und mor­gen ist der läng­li­che Janu­ar schon zwei­stel­lig. Luft­wärts [sic] stre­ben die Tage zur Höhe des Jah­res und wir erge­ben [sic] uns nicht zufrie­den in die­sen Lauf des Jah­res, froh jedes neu­en Tages – wir schau­en unru­hig aus, vor­wärts und rech­nen, über­schla­gen – wann wird Frie­den sein, Frie­den?! Wei­ter­le­sen!

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08. January 1942

[420108–1‑1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 8. Janu­ar 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­bes, treu­es Weib!

Ob Du denn nun im Besit­ze mei­ner Boten bist, Her­zens­schät­ze­lein? Du armes, lie­bes Weib! [Du] Weißt nicht recht war­um und mußt sooo sehr war­ten! Ich kann mir doch auch fast es nicht erklä­ren. Kurz vor Weih­nach­ten ist eine Brü­cke des War­dar [sic] so unter­spült wor­den, daß sie unpas­sier­bar war für den Zug. Mit Last­wa­gen muß­te uns[e]re Post etwa 100 km weit geholt und auch weg­ge­bracht wer­den. Nur so scheint mir die Ver­zö­ge­rung erklär­lich. Damals war es, daß auch wir so lan­ge war­te­ten.

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