Trug und Schein: Ein Briefwechsel

1942 Januar

17. Januar 1942

[420117–2‑1] Sonn­abend, am 17. Janu­ar 1942. Mein gelieb­tes teu­res Her­ze­lein! Herz­al­ler­liebs­ter mein! Nun kann ich mich zu Dir set­zen und Fei­er­tag hal­ten. Die Uhr zeigt ½ 2 [Uhr], die Mut­ter und der Vater sind im Kel­ler, um Kar­tof­feln aus­zu­le­sen – wir haben heu­er viel schlech­te [Kar­tof­feln]. Ich bin eben fer­tig mit auf­wa­schen und auf­räu­men. Nun […]

14. Januar 1942

[420114–2‑1] Diens­tag, am 14. Janu­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, gutes Man­ner­li! Du! [Es] ist doch heu­te mor­gen ein lie­ber Bote von Dir ange­kom­men! Ach – wie habe ich wie­der herz­klop­fend gestan­den und gewar­tet, Du!!! Und mit zit­tern­den Hän­den öff­ne­te ich Dei­nen Brief und sah zuerst nach dem Schluß, Du! Ob da nicht stün­de: „Ich kom­me, […]

13. Januar 1942

[420113–2‑1] Diens­tag, am 13. Janu­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Herz, Du! Mein [Roland]! Ach Du! Da habe ich nun ges­tern, am Mon­tag nicht geschrie­ben, weil ich erst ein­mal abwar­ten woll­te, was Du mir nun schrei­ben wirst über Dei­nen Urlaub. Und es kam kein Brief, Du! Ach Her­ze­lein! Du!! Weißt? Ich bin bei mir so fest über­zeugt […]

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