14. January 1942

[420114–2-1]

Diens­tag, am 14. Janu­ar 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, gutes Man­ner­li!

Du! [Es] ist doch heu­te mor­gen ein lie­ber Bote von Dir ange­kom­men! Ach – wie habe ich wie­der herz­klop­fend gestan­den und gewar­tet, Du!!! Und mit zit­tern­den Hän­den öff­ne­te ich Dei­nen Brief und sah zuerst nach dem Schluß, Du! Ob da nicht stün­de: Ich kom­me, ich kom­me! Her nein, Her­ze­lein! Es stand etwas and[e]res am Schluß! Auch etwas ganz Schö­nes und Lie­bes!! Du! Etwas klein Geschrie­be­nes vom Man­ner­li „Ich küs­se Dich, Du! Auf‘s Mün­de­lein! Und auf‘s Her­ze­lein! Darf ich denn das? Du!!!

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13. Januar 1942

[420113–2-1]

Diens­tag, am 13. Janu­ar 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Herz, Du! Mein [Roland]!

Ach Du! Da habe ich nun ges­tern, am Mon­tag nicht geschrie­ben, weil ich erst ein­mal abwar­ten woll­te, was Du mir nun schrei­ben wirst über Dei­nen Urlaub. Und es kam kein Brief, Du! Ach Her­ze­lein! Du!! Weißt? Ich bin bei mir so fest über­zeugt nun, daß Du kom­men wirst. Ich weißt auch nicht, was mich so gewiß macht. Ich glau­be ein­fach ganz fest, Du kommst. Du! Ich glau­be ganz fest dar­an!

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13. Januar 1942

[420113–1-1]

Diens­tag, den 13. Janu­ar 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Her­ze­lein! Du!!! Du!!!!! Denk nur, heut[‘] abend hat das Man­ner­li sei­nen Urlaub in der Tasche! Mei­nen Urlaub – dei­nen Urlaub – unse­ren Urlaub – Du! Du!!! Gelieb­te!

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12. Januar 1942

[420112–1-1]

Mon­tag, den 12. Janu­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Du! Mein lie­bes, liebs­tes Weib! Hol­de mein!

Dein lie­ber Bote von 5.1. ist heu­te zu mir gekom­men. Die Post geht wie­der bes­ser und ich kann hof­fen, daß auch Du nun in den Besitz mei­ner Boten gelangt bist. Am 22., 23., 27., 28., 29., 30. habe ich Dir geschrie­ben. Ach, ich den­ke nicht, daß die­se Brie­fe ver­lo­ren gin­gen! Kame­rad K. ist noch nicht zurück. Der Spieß ja nun schon eine Woche.

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11. Januar 1942

[420111–1-1]

Schlag­wor­te: Leh­rer­brief: Schön­heit Ita­li­ens; Sehn­sucht: rei­sen, Zwei­sam­keit; Lie­be beschwö­ren: Zwei­ein­sam­keit; erdul­denTran­skrip­ti­on: Chris­tia­ne Scholz-Munt­schick — Uta Ber­ger — Mari­sa Mindt / Göt­tin­gen

[Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 11. Janu­ar 1942

Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de, Gelieb­te mein!

Eigent­lich soll­te ich jetzt an die herr­li­che Luft gehen! Ach Schät­ze­lein! Was ist das für ein Gesta­de! Seit 4 Tagen ist es so mil­de! [Es] Hat 2 Tage gereg­net und nun hat es auf­ge­hört. Ges­tern waren wohl min­des­tens 20 Grad Wär­me in der Mit­tag­son­ne. Vor zwei Stun­den war der Him­mel noch umzo­gen. [Er] Schau­te groß, still und ver­son­nen mit sei­nen gro­ßen Wol­ken­schif­fen am Hori­zont zu sei­nem Spie­gel, dem Meer mit sei­nen Segel­schif­fen. Es ist ja hier gar kein Meer, ist eine gro­ße Bucht, ein See, fast ruhend im umar­men­den Lan­de.

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